EU-Prognose: Österreich fast Schlusslicht – nur drei Länder wachsen noch langsamer

EU-Prognose: Österreich fast Schlusslicht – nur drei Länder wachsen noch langsamer

Die EU-Kommission hat ihre Frühjahrsprognose veröffentlicht – und die Zahlen für Österreich sind ernüchternd. Das Land gehört im EU-Vergleich zu den schwächsten Volkswirtschaften, das Defizit bleibt hoch und die Staatschulden steigen weiter.

0,6 Prozent Wachstum – und das schon das zweite Jahr in Folge

Wie heute.at unter Berufung auf die EU-Frühjahrsprognose berichtet, erwartet die Europäische Kommission für Österreich 2026 ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,6 Prozent – denselben mageren Wert wie bereits im Vorjahr. 2027 soll es mit 0,9 Prozent etwas besser werden. Im EU-Vergleich bedeutet das: Nur Irland (–1,2 Prozent), Rumänien (+0,1 Prozent) und Italien (+0,5 Prozent) schneiden 2026 noch schwächer ab. Deutschland liegt gleichauf mit Österreich. 2027 wird die Lage nicht besser: Dann wächst laut Prognose nur noch Italien mit 0,6 Prozent langsamer, Belgien und Deutschland liegen mit 0,9 Prozent auf Augenhöhe mit Österreich.

Ganz Europa bremst – aber Österreich besonders stark

Wie heute.at festhält, hat der neuerliche Energieschock infolge des Iran-Kriegs die europäische Konjunktur gedämpft. Für die gesamte EU erwartet die Kommission 2026 nur noch 1,1 Prozent Wachstum – statt der im Herbst prognostizierten 1,4 Prozent. In der Eurozone sind es sogar nur 0,9 Prozent. Zum Vergleich: Die USA kommen auf 2,2 Prozent, China auf 4,5 Prozent, die Weltwirtschaft außerhalb der EU auf 3,1 Prozent. Europas Abhängigkeit von Energieimporten trifft Betriebe und Konsumenten besonders hart – die Kaufkraft sinkt, die Investitionsbereitschaft lässt nach.

Inflation zieht wieder an – über dem ursprünglichen Ziel

Gleichzeitig steigt die Teuerung. Wie heute.at berichtet, rechnet die EU-Kommission für die EU 2026 mit einer Inflation von 3,1 Prozent – ursprünglich waren nur 1,9 Prozent erwartet worden. 2027 soll sie auf 2,4 Prozent sinken. Für Österreich konkret: 3,0 Prozent 2026, 2,5 Prozent 2027 – jeweils leicht unter dem EU-Schnitt, aber deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent.

Defizit bei 4,1 Prozent – Schulden steigen auf 84,9 Prozent

Besonders besorgniserregend ist die Budgetlage. Wie heute.at unter Berufung auf die Kommissionsprognose berichtet, liegt das österreichische Defizit sowohl 2026 als auch 2027 bei jeweils 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung – deutlich über dem EU-Schnitt von 3,5 bzw. 3,6 Prozent. Die Staatsschuldenquote steigt laut Prognose von 81,5 Prozent (2025) auf 84,9 Prozent (2027). Österreich bewegt sich damit zwar noch knapp unter dem EU-Durchschnitt, aber der Trend zeigt klar nach oben.

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