EU-Beamte kassieren wieder ab: Achte Gehaltserhöhung sorgt für Empörung

EU-Beamte kassieren wieder ab: Achte Gehaltserhöhung sorgt für Empörung

Brüssel – Während viele Bürger in Europa jeden Cent zweimal umdrehen müssen, klingeln bei den EU-Beamten erneut die Kassen. Seit Anfang 2022 gab es bereits acht (!) Gehaltserhöhungen – die neueste rückwirkend ab dem 1. Juli 2025. Diesmal steigen die Bezüge um satte drei Prozent. Doch das ist längst nicht alles.

22,8 Prozent mehr seit 2022 – Bürger zahlen die Rechnung

Wie die „Bild“ berichtet, sind die Gehälter der 67.400 EU-Bediensteten seit 2022 um unglaubliche 22,8 Prozent gestiegen. Maßgeblich für diese Erhöhungen ist die Entwicklung der Lebenshaltungskosten in Brüssel und Luxemburg. Die aktuelle Anpassung kostet die Steuerzahler allein in diesem Jahr 365 Millionen Euro. Michael Jäger, Präsident des Europäischen Steuerzahlerbundes, kritisiert: „Die erneute Erhöhung ist ohne Maß und Gespür. Der Automatismus der Gehaltserhöhungen muss weg.“

Von der Leyen und Co. profitieren kräftig

Auch die Spitzen der EU dürfen sich freuen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhält künftig rund 35.800 Euro Grundgehalt – ein Plus von etwa 1.000 Euro monatlich. Einfache Kommissionsmitglieder bekommen 850 Euro mehr und landen bei 29.250 Euro. Dazu kommen noch steuerfreie Zulagen, die die Gehälter weiter in die Höhe treiben.

Pensionierte Beamte im Geldregen

Nicht nur aktive Beamte profitieren. Auch die 30.500 pensionierten EU-Bediensteten erhalten mehr. Laut einem internen Papier der EU-Kommission soll ihre Zahl bis 2073 auf 42.500 steigen. Die Versorgungskosten explodieren: von derzeit 2,4 Milliarden Euro jährlich auf 3,231 Milliarden Euro im Jahr 2045. „Die EU lebt in ihrer eigenen Welt – abgehoben, selbstbezogen und ohne jedes Gespür für die Lebensrealität der Menschen“, schimpft FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky.

Kritik aus allen Lagern

Die Kritik an den Gehaltserhöhungen reißt nicht ab. Vilimsky nennt die Anpassungen „Realitätsverweigerung“ und fordert ein Ende des Gehälter-Automatismus. Auch mehrere EU-Mitgliedstaaten schlagen Alarm. In einem internen Papier heißt es, man sei „zutiefst besorgt über die Entwicklung der Ausgaben für Versorgungsbezüge“. Die Forderung: Die Ausgaben müssen begrenzt werden, um die öffentlichen Finanzen nicht weiter zu belasten.


Quellen: oe24.atBild.de
Credits: APA

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