Ab November wird das Online-Shopping für viele Europäer teurer. Die EU hat beschlossen, eine neue Bearbeitungsgebühr für Pakete aus Drittstaaten einzuführen. Diese Maßnahme soll die steigenden Kosten durch die Flut an Billigpaketen aus Ländern wie China decken. Laut der EU-Kommission wird die Gebühr pro Paket erhoben, die genaue Höhe steht jedoch noch nicht fest. Im Gespräch sind derzeit zwei Euro pro Sendung, wie die Zeit berichtet.
Neue Regeln für Billigimporte
Die neue Gebühr kommt zusätzlich zu einer Abgabe, die bereits ab Juli 2026 für Pakete mit einem Warenwert bis 150 Euro gilt. Hier werden drei Euro pro Paket fällig. Ziel ist es, die Wettbewerbsbedingungen für europäische Händler zu verbessern und die Zollbehörden zu entlasten. Ab 2028 sollen dann alle Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sein, wie das Handelsblatt berichtet.
Fokus auf China und Co.
Besonders betroffen sind Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress, die für ihre extrem günstigen Preise bekannt sind. Laut der EU wurden allein 2025 rund 5,9 Milliarden Pakete aus Drittstaaten in die EU importiert – über 90 Prozent davon aus China. Verbraucherschützer begrüßen die Maßnahmen, da viele Produkte aus diesen Ländern nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprechen. Tests zeigten, dass zahlreiche Artikel giftige Chemikalien enthalten, die gesundheitsschädlich sein können.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Ob die neuen Gebühren direkt an die Kunden weitergegeben werden, ist noch unklar. Möglich wäre auch, dass Händler oder Importeure die Kosten übernehmen. Fest steht jedoch, dass die Reform den Online-Handel grundlegend verändern wird. Die EU plant zudem eine digitale Plattform, die ab 2028 den gesamten Zollprozess vereinfachen soll, wie die Cooperative Logistics Network berichtet.
Quellen: exxpress.at, zeit.de, handelsblatt.com, blog.thecooperativelogisticsnetwork.com
Credits: APA
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