ESC Wien 2026: Fans rechnen gnadenlos ab – Moderation, Wetter und Organisation im Kreuzfeuer

ESC Wien 2026: Fans rechnen gnadenlos ab – Moderation, Wetter und Organisation im Kreuzfeuer

Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien sollte ein Heimspiel für den ORF werden – eine große Bühne, ein stolzer Gastgeber. Doch das Netz urteilt derzeit anders. Wie exxpress.at berichtet, hagelt es von ESC-Fans massive Kritik: an der Moderation, an der Organisation und am Umgang mit dem Wetterchaos. Von „einzige Blamage“ bis „Moderation des Todes“ – die Kommentare sind vernichtend.

Swarovski und Ostrowski: Fremdscham im Netz

Der größte Aufreger ist das Moderatoren-Duo Victoria Swarovski und Michael Ostrowski. Wie RT DE berichtet, entfachte ihr gemeinsamer Auftritt im ersten Halbfinale einen regelrechten Shitstorm im Netz. Die beiden lieferten mit dem australischen ESC-Star Go-Jo eine überdrehte Musical-Nummer namens „Opposites“ – rund um den Running Gag „Austria is not Australia“, garniert mit Lederhosen, Kängurus, Rap-Einlagen und Breakdance. In der Halle gab es Applaus, im Internet Hohn.

Wie weekend.at berichtet, ließen die Kommentare an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Gott ist das schlecht“, schrieb ein User. Ein anderer fragte: „Hat der ORF eine Facebook-Mama aus dem Jahr 2013 engagiert, um diese Texte zu schreiben?“ Und ein weiterer: „Sorry, ich liebe den Eurovision Song Contest wirklich, aber das war wirklich kein guter Auftakt.“ Laut RT DE machten Formulierungen wie „Intro aus der Hölle“ und „billigster ORF-Auftritt aller Zeiten“ die Runde. Ostrowski selbst wurde laut dem Bericht als „Elvis-Karikatur“ verspottet, sein österreichischer Humor wirke auf das internationale Publikum „einfach nur befremdlich.“

Nicht alle sahen es so: Ein Teil der Fans verteidigte die Performance als bewusste Selbstironie – und warf den Kritikern vor, den ironischen Zugang schlicht nicht verstanden zu haben.

Regenschirm verboten, Starkregen gratis

Neben der Moderation geriet auch die Organisation des Events unter Beschuss. Wie heute.at berichtet, sorgte ein heftiges Unwetter am Montagabend rund um die Wiener Stadthalle für Chaos: Fans mussten ihre Regenschirme bei der Sicherheitskontrolle abgeben – und standen dann völlig schutzlos im Starkregen. Ein betroffener Besucher schilderte die Situation gegenüber heute.at auf Instagram: „Die Organisation gestern vor der Eurovision-Generalprobe war ehrlich gesagt peinlich.“ Sein Vorwurf: fehlendes Risikomanagement bei einem Event dieser Größenordnung. „Man kann keine Veranstaltung dieser Größenordnung ausrichten und dabei das grundlegende Wohlbefinden des Publikums ignorieren“, richtete er sich an Eurovision, ORF und die Wiener Stadthalle. Laut heute.at hatten viele der Besucher mehr als 100 Euro für ihre Eintrittskarte bezahlt.

ORF unter Druck – zweite Chance im Finale

Trotz der Kritikwelle läuft der ESC 2026 weiter. Wie der Standard berichtet, zeigte das zweite Halbfinale eine deutlich entspanntere Moderation – Swarovski und Ostrowski hatten offenbar dazugelernt. Ob der Imageschaden für den ORF damit zu reparieren ist, bleibt offen. Wie RT DE festhält, steht der Sender nun unter Druck – die Wahl des Moderationsduos sei bisher nicht aufgegangen. Das Finale am heutigen Abend gibt beiden eine letzte Chance, die Kurve zu kratzen.

Credits: APA

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