Erste Zahlen: So massiv waren die Schüler in der Corona-Zeit psychisch belastet

Erste Zahlen: So massiv waren die Schüler in der Corona-Zeit psychisch belastet

Ein Plus von 23 % bei der Zahl der Schüler, die während oder kurz nach der Corona-Pandemie psychologisch betreut werden mussten – diese dramatische Zunahme an psychischen Schäden bei jungen Österreichern wird nun erstmals in einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von Bildungsminister Christoph Wiederkehr bestätigt.

Was ohnehin aufmerksamen Eltern und Pädagogen aufgefallen ist, das bestätigt nun der Bildungsminister mit seiner Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ – Zitat: „Im Schuljahr 2021/22 kam es zu einer deutlichen Steigerung der Fallzahlen um 23% bei Schülerinnen und Schülern, die psychologisch betreut (untersucht, beraten, begleitet) wurden.“ Erstmals ist damit belegt, wie sehr Österreichs Kinder und Jugendliche unter den Lockdowns und Schulschließungen gelitten haben – wobei aus dieser Zahl noch gar nicht hervorgeht, wie viele Schüler in der Corona-Zeit dann aufgrund ihres Gesundheitszustandes keinen Schulabschluss geschafft haben.

Deutliche Kritik von der FPÖ

Von der FPÖ kommentiert Bildungssprecher Hermann Brückl diese extrem hohe Steigerung: „Bis zum heutigen Tag gibt es keine Reaktion auf diese Entwicklung. Die Bundesregierung reagiert mit ,Quereinsteigern‘ in den pädagogischen Berufen und überlässt die ,Generation Corona‘ ihrem Schicksal.“

Nie erhoben, wie viele Schüler beim Home-Schooling nicht teilnahmen

Interessant auch in dieser Anfrage-Beantwortung: Es gibt keinerlei offizielle Daten dazu, wie viele Schüler aufgrund des Home-Schoolings nicht mehr dem Unterricht gefolgt sind. Zitat des Bildungsministers: „Weder am Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS), noch in der Zentralstelle des Bundesministeriums für Bildung liegen Daten zur Nicht-
Teilnahme am ortsungebundenen Unterricht vor.“ Das heißt: Es wurde einfach nicht erhoben, wer in der Corona-Zeit überhaupt noch am Unterricht teilnahm.

Wie dramatisch die Folgen dieses „Verlieren“ von Schülern während der Corona-Phasen sei kann, zeigt auch der grausame Serienmord im BORG Dreierschützengasse in Graz: Wie exxtra24 berichtet worden ist, dürfte auch der Schulabbrecher Artur A. (21) mit dem Beginn des Home-Schoolings jedes noch vorhandene Interesse am Unterricht verloren haben – und sich danach bei extrem brutalen Horror-PC-Games radikalisiert haben. Wie berichtet, war der Serienmörder sogar wie eine Hauptfigur des Ekel-PC-Games ,Postal 2′ gekleidet und bewaffnet (siehe: www.exxtra24.at/schulmoerder-artur-a-verbotenes-brutalo-pc-game-als-vorbild-fuer-das-massaker/).

Credits: APA

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