Ein unfassbarer Fall erschüttert Österreich: Ein ehemaliger Lokführer der ÖBB steht unter dem dringenden Verdacht, über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren Buben und junge Männer sexuell missbraucht zu haben. Die schrecklichen Taten sollen direkt im Führerstand von Lokomotiven stattgefunden haben.
Die dunkle Seite des Führerstands
Wie der ORF Wien berichtet, bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft die laufenden Ermittlungen in dem Fall, der das Vertrauen in die Sicherheit der Bundesbahnen zutiefst erschüttert. Die mutmaßliche Missbrauchsserie soll bereits im Jahr 2003 begonnen haben. Der Täter soll gezielt über soziale Netzwerke Kontakt zu seinen Opfern aufgenommen und sie dann in den Führerstand gelockt haben. Dort, an einem Ort, der für viele Jungen Faszination und Abenteuer verspricht, soll es zu den sexuellen Übergriffen gekommen sein.
19 bekannte Fälle – und die Angst vor einer hohen Dunkelziffer
Anfang dieses Jahres fasste sich ein Opfer ein Herz und erstattete Anzeige, was die Ermittlungen ins Rollen brachte. Laut oe24.at sind der Polizei mittlerweile 19 Fälle gemeldet worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es mehrere Opfer gibt, wobei noch nicht in allen Fällen geklärt ist, wie viele der Betroffenen zur Tatzeit minderjährig waren.
Das Landeskriminalamt Wien hält sich aus Gründen des Opferschutzes bedeckt. „Seitens der Wiener Polizei kann ich derzeitig laufende Ermittlungen gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der ÖBB bestätigen. Jedoch können aufgrund der Sensibilität und des Opferschutzes derzeit keine näheren Angaben gemacht werden“, so eine offizielle Stellungnahme.
ÖBB reagieren mit sofortiger Entlassung
Die ÖBB zeigten sich schockiert und zogen umgehend Konsequenzen. „Der betroffene Triebfahrzeugführer wurde unmittelbar vom Dienst abgezogen, und es wurde ein Entlassungsverfahren eingeleitet“, teilten die Bundesbahnen mit. Man sei an einer lückenlosen Aufklärung des Falles interessiert und kooperiere eng mit dem Landeskriminalamt.
Die Ermittlungen dauern an und werfen eine drängende Frage auf: Wie konnte es sein, dass die Taten über so viele Jahre unbemerkt blieben? Die Öffentlichkeit wartet gespannt auf weitere Details in diesem schockierenden Fall.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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