Nach einem Jahr hoher Teuerung zeichnet sich eine deutliche Entlastung ab. Am heutigen Mittwoch veröffentlicht die Statistik Austria ihre erste Schnellschätzung zur Inflation im Jänner, und Experten erwarten einen deutlichen Rückgang. Die zähe Teuerungswelle, die den Österreichern 2025 mit einem Jahresschnitt von 3,6 Prozent zu schaffen machte, scheint gebrochen.
Experten sehen Trendwende
Besonders ein Faktor spielt für die positive Entwicklung eine entscheidende Rolle: Das Auslaufen der Strompreisbremse Ende 2024, dessen statistischer Effekt nun wegfällt. Dieser sogenannte Basiseffekt hat die Inflationsrate zuletzt künstlich hochgehalten. Sebastian Koch, Ökonom beim Institut für Höhere Studien (IHS), rechnet für den Jänner mit einer Rate zwischen 2,4 und 2,5 Prozent. Das wäre ein kräftiger Rückgang im Vergleich zu den 3,8 Prozent, die noch im Dezember verzeichnet wurden, wie der ORF berichtet. Laut IHS tragen auch diverse Entlastungsmaßnahmen der Regierung, von Energie-Paketen bis zur Mietpreisbremse, zur Dämpfung der Teuerung bei.
Regierung feiert ihren Kurs
Die Politik sieht in den neuen Prognosen eine Bestätigung ihrer Arbeit. Bundeskanzler Christian Stocker sprach von einer „sehr erfreulichen Trendumkehr“ nach Jahren massiver Belastungen für Menschen und Betriebe. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer zeigte sich laut ORF „vorsichtig optimistisch“ und ist überzeugt, dass 2026 das „Jahr der Trendwende“ sein kann. Vizekanzler Andreas Babler wertete die sinkende Prognose als direkten Erfolg des Regierungskurses gegen die Teuerung.
Trotz des Optimismus warnen Experten vor verbleibenden Risiken. Wie das IHS betont, könnten geopolitische Unsicherheiten die Energiepreise schnell wieder in die Höhe treiben. Dennoch, für den Moment überwiegt die Erleichterung über eine spürbar sinkende Inflation, die den Österreichern wieder mehr Luft zum Atmen verschafft.
Quellen: oe24.at, orf.at, wko.at
Credits: APA
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