Die Preise an den Zapfsäulen sind in den letzten Monaten völlig aus dem Ruder gelaufen. Jetzt zieht die Regierung die Reißleine. Ab dem 1. April tritt die lang ersehnte Spritpreisbremse in Kraft. Doch was bringt das Gesetz dem normalen Autofahrer wirklich?
Bis zu 10 Cent Ersparnis pro Liter
Die gute Nachricht vorweg: Das Tanken wird wieder spürbar günstiger. Autofahrer sollen im Schnitt rund zehn Cent pro Liter weniger zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Diesel oder Benzin tankt. Wer seinen 50-Liter-Tank vollmacht, spart sich bei jedem Besuch an der Tankstelle gut fünf Euro. Auf das ganze Jahr gerechnet, macht das laut den Experten von durchblicker.at schnell um die 120 Euro aus.
Strenge Kontrollen und saftige Strafen
Wer überwacht das Ganze? Die E-Control übernimmt ab sofort die Rolle des Aufpassers. Wie die Behörde in einer Presseaussendung mitteilt, müssen Tankstellen ihre Preise ab sofort unter einer täglich neu berechneten Preisobergrenze halten. Ein wichtiges Detail für alle Reisenden: Autobahntankstellen sind von dieser strengen Regelung ausgenommen.
Wer glaubt, er könne bei den Preisen tricksen, muss tief in die Tasche greifen. Halten sich die Betreiber nicht an die staatlichen Vorgaben, drohen empfindliche Verwaltungsstrafen von bis zu 7.265 Euro beim ersten Vergehen. Im Wiederholungsfall sind sogar über 14.500 Euro fällig.
Zoff im Parlament vor dem Beschluss
Bis das Gesetz unter Dach und Fach war, flogen im Nationalrat ordentlich die Fetzen. Wie die Parlamentskorrespondenz auf parlament.gv.at berichtet, brauchte die Regierung für den Eingriff in die Margen eine Zweidrittelmehrheit. Die Grünen stimmten dem Gesetz schließlich zu und machten den Weg frei, forderten aber gleichzeitig einen raschen Ausstieg aus fossilen Energien. Die FPÖ hingegen lehnte das Paket ab. Für die Freiheitlichen ist die Maßnahme ineffizient. Sie hatten stattdessen eine komplette Halbierung der Mineralölsteuer gefordert, blieben damit aber in der Minderheit.
Quellen: oe24.at, durchblicker.at, orf.at, E-Control, parlament.gv.at
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