Die Fluggesellschaft Emirates hat alle Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres eingestellt. Grund dafür sind die eskalierenden militärischen Spannungen im Nahen Osten, die den Luftverkehr in der Region massiv beeinträchtigen. Wie Emirates auf der Plattform X mitteilte, sei der Flugbetrieb aufgrund von Luftraumsperrungen und Sicherheitsbedenken nicht mehr möglich. Auch andere Airlines wie Etihad und Qatar Airways haben ihre Verbindungen stark eingeschränkt.
Angriffe auf Flughäfen und Infrastruktur
Die Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist angespannt. Nach Angaben des Medienbüros von Dubai wurden bei einem Raketenangriff auf den Dubai International Airport vier Menschen verletzt. Auch der Flughafen von Abu Dhabi meldete Schäden und Opfer. Laut „airliners.de“ wurde dort ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt. Die Angriffe sind Teil der Vergeltungsmaßnahmen des Iran, der auf die israelisch-amerikanischen Luftschläge reagiert. Diese hatten unter anderem den Amtssitz des iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei in Teheran zerstört.
Auswirkungen auf den globalen Flugverkehr
Die Sperrung des Luftraums über dem Iran, Irak und weiteren Golfstaaten hat weitreichende Folgen für den internationalen Flugverkehr. Laut „Handelsblatt“ wurden seit Beginn der Eskalation über 25.000 Flüge gestrichen. Besonders betroffen sind Passagiere, die über die Golfregion nach Asien oder Australien reisen wollten. Emirates und Etihad haben angekündigt, nur noch eingeschränkte Flugpläne anzubieten. Passagiere, die in Dubai umsteigen, dürfen nur reisen, wenn ihr Anschlussflug bestätigt ist.
Rückholaktionen und Reisewarnungen
Die Bundesregierung hat bereits Evakuierungsflüge organisiert, um gestrandete österreichische Urlauber aus der Region zurückzuholen. Laut „reisereporter.de“ wurden mehrere Sonderflüge aus Maskat und Riad durchgeführt. Das Auswärtige Amt hat zudem seine Reisewarnungen für die gesamte Region verschärft. Österreichische Staatsbürger werden aufgefordert, die betroffenen Länder zu verlassen.
Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht
Experten wie Eric Schouten von der Luftfahrtsicherheitsberatung Dyami gehen davon aus, dass die Luftraumsperrungen noch länger andauern könnten. Die Golfregion, die als Drehkreuz für den globalen Flugverkehr gilt, ist derzeit nahezu lahmgelegt. Airlines wie Lufthansa, Air France und British Airways meiden die Region komplett.
Quellen: oe24.at, Handelsblatt, reisereporter.de, aerotelegraph.com, airliners.de, tagesschau.de
Credits: APA
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