Eintrittsgebühr für Wien? Tagestouristen im Visier!

Eintrittsgebühr für Wien? Tagestouristen im Visier!

Wien – Die Stadt der Musik, des Kaffees und der Touristenmassen. Doch jetzt könnte es für Tagesbesucher teuer werden! Die Stadtregierung prüft eine Eintrittsgebühr nach dem Vorbild Venedigs.

Milliardenloch im Budget: Wien sucht nach Geldquellen

Die finanzielle Lage Wiens ist angespannt. Mit einer prognostizierten Neuverschuldung von 3,8 Milliarden Euro für 2025 steht die Stadt unter Druck. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat ein Sparziel von 500 Millionen Euro ausgegeben, doch das reicht offenbar nicht. Neben teureren Öffi-Tickets und Parkpickerln wird nun auch über eine Abgabe für Tagestouristen nachgedacht. Wie der „Standard“ berichtet, könnten vor allem Bus- und Kreuzfahrttouristen zur Kasse gebeten werden.

„Modell Venedig“ als Vorbild

Die Idee ist nicht neu: In Venedig zahlen Tagesgäste seit letztem Jahr zwischen fünf und zehn Euro Eintritt, um die Lagunenstadt zu besuchen. Wer ohne Ticket erwischt wird, riskiert saftige Strafen von bis zu 300 Euro. In Wien könnten ähnliche Maßnahmen eingeführt werden. Laut einem Sprecher der NEOS wird derzeit geprüft, ob eine Pauschale für Tagesgäste oder höhere Gebühren für Schiffsanlegestellen und Busparkplätze sinnvoll wären.

Kritik aus der Tourismusbranche

Die Pläne stoßen nicht überall auf Begeisterung. Die Österreichische Hotelvereinigung warnt vor einer „Katastrophe für die mittelständische Hotellerie“. Präsident Walter Veit kritisiert, dass viele Gäste ihre Reisen lange im Voraus buchen und spontane Gebührenerhöhungen „sachlich nicht nachvollziehbar“ seien. Auch die Wirtschaftskammer sieht die Pläne kritisch und warnt vor einer Mehrbelastung für Betriebe.

Boom bei Nächtigungen, aber keine Zahlen zu Tagestouristen

Während die Nächtigungszahlen in Wien auf ein Rekordjahr zusteuern – fast neun Millionen Übernachtungen wurden im ersten Halbjahr 2025 gezählt – fehlen verlässliche Daten zu Tagestouristen. Doch eines ist klar: Die Stadt will von den Besuchermassen profitieren. Ob die geplante Abgabe tatsächlich eingeführt wird, bleibt abzuwarten.


Quellen: Der Standardoe245min.at
Credits: APA

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