Wie die „South China Morning Post“ berichtet, könnten achtlos weggeworfene Zigarettenstummel eine Rolle gespielt haben. Bewohner und Zeugen, darunter eine Frau namens Kiko Ma, berichteten, dass Bauarbeiter während der Renovierungsarbeiten Zigarettenstummel in der Nähe von Fenstern entsorgt hätten. Diese Fenster waren laut BBC mit Styropor abgedeckt, was als Brandbeschleuniger gewirkt haben könnte.
Sicherheitsmängel und Baugerüste aus Bambus
Ein weiterer Faktor, der die Ausbreitung des Feuers begünstigt haben könnte, sind die Baugerüste aus Bambus, die in Hongkong häufig verwendet werden. Fotos zeigen, dass diese Gerüste in Flammen standen und Teile davon zu Boden stürzten. Zudem sollen Schutznetze und Plastikplanen an den Gerüsten nicht den Sicherheitsvorschriften entsprochen haben, wie Feuerwehrleute vor Ort gegenüber „The Standard Hongkong“ erklärten.
Feuermelder außer Betrieb
Ein weiterer schwerwiegender Vorwurf betrifft die Feuermelder im Komplex. Laut Kiko Ma waren einige dieser Geräte während der Renovierungsarbeiten deaktiviert worden, da Bauarbeiter die Feuertreppen regelmäßig nutzten. Dies könnte die Evakuierung der Bewohner erheblich erschwert haben.
Festnahmen wegen fahrlässiger Tötung
Die Hongkonger Polizei hat inzwischen drei Personen festgenommen, darunter zwei Geschäftsführer und einen Berater des für die Renovierung zuständigen Bauunternehmens. Ihnen wird grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen, die zur Tragödie geführt haben soll.
Quellen: Bild.de, South China Morning Post, BBC, The Standard Hongkong
Credits: APA
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