Ein brutaler Angriff auf eine 15-Jährige in Wien-Donaustadt erschüttert die Öffentlichkeit. Während die Ermittlungen zu einem möglichen Ehrenmordmotiv laufen, sorgt das Schweigen der Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) für Aufsehen. Trotz der laufenden UN-Kampagne „Orange the World“, die weltweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht, bleibt die Ministerin stumm – und erntet dafür scharfe Kritik.
Ein brutaler Angriff, der Fragen aufwirft
Am Abend des 24. November 2025 kam es in der Steigenteschgasse zu einer schockierenden Tat. Ein 50-jähriger Mann attackierte seine 15-jährige Tochter auf offener Straße mit Faustschlägen und einem Küchenmesser. Zeugen, die durch die Schreie des Mädchens alarmiert wurden, leisteten sofort Hilfe und alarmierten die Polizei. Das Mädchen erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde nach einer Notoperation in einen stabilen Zustand gebracht. Der Vater wurde noch am Tatort festgenommen und zeigte sich geständig. Laut Polizei wird ein Ehrenmordmotiv geprüft, da die Tat möglicherweise im Zusammenhang mit der Beziehung der Jugendlichen steht.
Frauenministerin schweigt – trotz UN-Kampagne
Während die Öffentlichkeit über die Tat diskutiert und die Ermittlungen laufen, bleibt die zuständige Frauenministerin auffällig still. Eva-Maria Holzleitner, die sich beim Ministerrat ausführlich zu Themen wie Deepfakes, Präventionsprojekte und strukturelle Gewalt äußerte, erwähnte den Angriff auf die 15-Jährige mit keinem Wort. Dies ist besonders befremdlich, da die internationale UN-Kampagne „Orange the World“ gerade in vollem Gange ist. Diese Aktion, die jährlich vom 25. November bis 10. Dezember stattfindet, soll auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen.
Das Schweigen der Ministerin wird von vielen als unverständlich und unangemessen empfunden. Gerade in einer Zeit, in der die Aufmerksamkeit auf Gewalt gegen Frauen gelenkt werden soll, hätte eine klare Stellungnahme besondere Bedeutung gehabt. Stattdessen bleibt der Fall unkommentiert – ein Umstand, der die politische Prioritätensetzung der Ministerin in Frage stellt.
Kritik an der politischen Prioritätensetzung
Die fehlende Reaktion der Frauenministerin wirft ein Schlaglicht auf die politische Debatte in Österreich. Während Holzleitner beim Ministerrat betonte, dass die Sicherheit von Frauen „eine der obersten Prioritäten“ der Bundesregierung sei, bleibt der konkrete Fall einer brutalen Gewalttat unerwähnt. Diese Diskrepanz sorgt für Irritationen und Kritik. „Wie kann man über strukturelle Gewalt sprechen und gleichzeitig einen so schockierenden Fall ignorieren?“, fragen sich viele.
Ein gesellschaftlicher Appell
Der Fall zeigt nicht nur die Dringlichkeit, patriarchale Strukturen zu hinterfragen, sondern auch die Notwendigkeit, dass politische Verantwortungsträger klare Positionen beziehen. Das Schweigen der Frauenministerin wird von vielen als verpasste Chance gesehen, ein starkes Signal gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
Quellen: exxpress.at, polizei.gv.at, meinbezirk.at
Credits: APA
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