München – Am Donnerstagabend wurde der Münchner Flughafen Schauplatz eines beispiellosen Drohnenalarms. Mehrere unbemannte Flugobjekte sorgten für Chaos, Flugausfälle und schlaflose Nächte für rund 3.000 Passagiere. Wie die Tagesschau berichtet, mussten 17 Flüge gestrichen und 15 Maschinen nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt umgeleitet werden.
„Alle sind panisch geworden“ – Passagiere berichten
Die Stimmung am Flughafen war angespannt. „Alle sind panisch geworden“, schilderte ein Augenzeuge gegenüber dem Stern. Hunderte Reisende verbrachten die Nacht auf Feldbetten in den Terminals, während Decken und Snacks verteilt wurden. Einige Glückliche wurden in Hotels untergebracht.
Polizei sucht vergeblich nach Tätern
Trotz eines Großaufgebots von Landes- und Bundespolizei, unterstützt durch einen Hubschrauber, blieb die Suche nach den Drohnen und ihren Betreibern erfolglos. Laut BR24 konnten weder die Anzahl noch der Typ der Drohnen eindeutig identifiziert werden. Die Dunkelheit erschwerte die Ermittlungen zusätzlich.
Söder fordert „Abschießen statt Abwarten“
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) reagierte prompt und forderte drastische Maßnahmen: „Abschießen statt Abwarten!“, zitiert ihn die Frankfurter Rundschau. Er plädiert für ein „Schnellgesetz“, das den Abschuss von Drohnen erleichtern soll. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fordert mehr Geld für die Drohnenabwehr.
Drohnen – eine wachsende Gefahr?
Der Vorfall in München ist kein Einzelfall. Laut Deutsche Welle haben Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen in den letzten Jahren stark zugenommen. Allein bis August 2025 wurden 144 Vorfälle registriert – ein alarmierender Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.
Flugbetrieb wieder aufgenommen
Am Freitagmorgen kehrte der Flughafen langsam zur Normalität zurück. Der erste Flug aus Bangkok landete um 5:25 Uhr, wie BR24 berichtet. Doch die Frage bleibt: Wer steckt hinter dem Drohnen-Chaos? Und wie können solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden?
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