Drohnen-Alarm in Deutschland: Spionage über kritischer Infrastruktur?

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Drohnen-Alarm in Deutschland: Spionage über kritischer Infrastruktur?

Ein mysteriöser Drohnen-Schwarm sorgte vergangene Woche in Schleswig-Holstein für Aufregung. Wie der „Spiegel“ berichtet, wurden mehrere kritische Einrichtungen gezielt überflogen – darunter das Universitätsklinikum Kiel, das Küstenkraftwerk und sogar der Sitz der Landesregierung. Die Behörden vermuten, dass die Drohnen die Infrastruktur vermessen haben könnten. Ein interner Behördenvermerk beschreibt, wie die Flugobjekte in parallelen Bahnen über die Einrichtungen schwebten. Besonders brisant: Über dem Werksgelände von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) wurden gleich zwei kleine Drohnen gesichtet, gefolgt von einem „Drohnenverbund mit Mutterdrohne“ über dem Universitätsklinikum.

Drohnen-Sichtungen auch in Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark

Doch damit nicht genug: Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark wurden verdächtige Drohnen gesichtet. Laut NDR Schleswig-Holstein kreisten die Flugobjekte über dem Bundeswehrstandort Sanitz und dem Marinekommando in Rostock. In Dänemark mussten sogar Flughäfen zeitweise geschlossen werden, nachdem Drohnen über Militärstützpunkten gesichtet wurden. Das dänische Militär bestätigte, dass auch der wichtigste Militärflughafen des Landes betroffen war.

Spionageverdacht: Wer steckt dahinter?

Die Behörden stehen vor einem Rätsel. Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) bestätigte gegenüber dem NDR, dass der Verdacht der Spionage im Raum steht. „Wir sind in engem Austausch mit dem Bund und der Bundeswehr“, erklärte sie. Die Landespolizei hat bereits Maßnahmen zur Drohnenabwehr verstärkt. Sicherheitsexperten vermuten, dass Russland hinter den Vorfällen stecken könnte, auch wenn es dafür bisher keine Beweise gibt.

Was bedeutet das für die Sicherheit?

Die gezielten Überflüge werfen Fragen zur Sicherheit der deutschen Infrastruktur auf. Besonders die Vermessung sensibler Einrichtungen wie Kraftwerke und Regierungsgebäude könnte auf eine gezielte Vorbereitung für mögliche Sabotageakte hindeuten. Die Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Herkunft der Drohnen zu klären und weitere Vorfälle zu verhindern.

Quellen: ORF, Spiegel, NDR, Handelsblatt 

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