Ein nächtliches Treffen in Wien-Ottakring nahm eine unerwartete Wendung. Was als verbotenes Geschäft begann, endete für alle Beteiligten mit großem Ärger und Polizeikontakt.
Der kuriose Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Montag direkt am Johann-Nepomuk-Berger-Platz. Ein 24-jähriger Syrer sprach zwei Griechen im Alter von 25 und 30 Jahren an. Wie oe24.at berichtet, bot der junge Mann dem Duo auf der Straße Cannabis zum Kauf an. Die beiden zeigten zwar durchaus Interesse an der Ware, waren mit dem geforderten Preis aber ganz und gar nicht einverstanden. Anstatt jedoch über die Summe zu verhandeln, fasste der Syrer einen folgenschweren und völlig unüberlegten Entschluss.
Falsche Waffe, echte Gegenwehr
Der Dealer entschied sich kurzerhand für einen plumpen Raub. Laut Angaben der Polizei dürfte der 24-Jährige das Suchtgift bereits selbst konsumiert haben. Er steckte die Hand tief in seine Jackentasche und täuschte vor, eine gefährliche Schusswaffe bei sich zu tragen. Mit dieser dreisten Masche wollte er den beiden Männern ihre wertvollen Mobiltelefone und Kopfhörer abnehmen.
Doch der Syrer hatte die Rechnung ohne seine potenziellen Kunden gemacht. Die beiden Griechen ließen sich von der leeren Drohung nicht einschüchtern. Sie fackelten nicht lange, setzten sich mit vollem Körpereinsatz zur Wehr und verletzten den mutmaßlichen Räuber bei der handfesten Auseinandersetzung.
Kein Sieger in dieser Nacht
Die rasch herbeigerufene Polizei war schnell vor Ort und setzte dem wilden Treiben ein Ende. Die Beamten nahmen den 24-jährigen Syrer fest und stellten das restliche Suchtgift sofort sicher. Das Treffen brachte am Ende jedoch keinem der drei Männer einen Vorteil. Auch die beiden beraubten Griechen kamen nicht ungeschoren davon. Da sie den Angreifer im Zuge ihrer Gegenwehr verletzten, kassierten sie prompt eine Anzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung.
Quellen: oe24.at
Credits: APA
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