Eine Woche nach dem tödlichen Sturz der brasilianischen Studentin Maria (†21) nimmt der Fall eine neue Wendung. Die Polizei hat drei weitere Verdächtige festgenommen – im Fokus steht eine verschwundene Kamera.
Was am 13. Juni geschah
Am 13. Juni 2026 stürzte die 21-jährige Brasilianerin Maria von der sogenannten Skelettbrücke in Limeira, Bundesstaat São Paulo, rund 40 Meter in die Tiefe und starb noch am Unglücksort, wie heute.at berichtet. Videoaufnahmen zeigen, wie Maria von Instruktoren an den Rand der Plattform geführt und in der sogenannten Flugzeug-Position in die Tiefe geworfen wurde – ohne dass das Sicherungsseil am Körper der jungen Frau befestigt war. Die Sicherungsleine lag laut heute.at unbenutzt am Boden der Konstruktion. „Als sie fiel, hörte ich alle rufen: ‚Das Seil, das Seil'“, wird eine Augenzeugin zitiert. Die Sicherheitskontrolle vor dem Sprung sei laut Zeugenaussagen nicht durchgeführt worden.
„Mentaler Blackout“ – und jetzt weitere Verhaftungen
Bereits am Tag der Tragödie waren drei Instruktoren festgenommen worden, gegen die wegen Tötung mit Eventualvorsatz ermittelt wird, wie heute.at unter Berufung auf den brasilianischen TV-Sender Globo G1 berichtet. Die Männer konnten nicht erklären, wie es zum fatalen Fehler kommen konnte – sie hätten einen „mentalen Blackout“ gehabt.
Nun hat die Polizei des Bundesstaats São Paulo am Samstag drei weitere Personen festgenommen, wie heute.at schildert: die 29-jährige Betreiberin der informellen Sprunggruppe „Entrecordas“ sowie zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Die Verdächtigen wurden in Rio de Janeiro, Limeira und Indaiatuba aufgegriffen.
Verschwundene Kamera im Mittelpunkt
Laut Ermittlerin Andréa Levy gebe es Hinweise darauf, dass nach dem Unglück digitale Inhalte gelöscht wurden, wie heute.at berichtet. Besonders brisant: Eine Kamera, mit der Maria ihren Sprung filmen wollte und die entscheidende Aufnahmen der letzten Sekunden vor dem Sturz enthalten hätte, ist bis heute verschwunden. Die Polizei erhofft sich von dem Material wichtige Erkenntnisse über den genauen Ablauf. Bei den Hausdurchsuchungen wurden Mobiltelefone und weitere elektronische Geräte beschlagnahmt.
Verteidiger weisen Vorwürfe zurück
Die Anwälte der neu Festgenommenen bestreiten die Vorwürfe, wie heute.at berichtet. Einer der Verteidiger erklärte, seine Mandanten seien erst nach dem eigentlichen Sprung involviert gewesen und hätten bei der Bergung sowie bei Erster Hilfe geholfen. Einer der Männer habe die vermisste Kamera nach dem Sturz sogar noch am Körper von Maria gesehen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Credits: Screenshot YouTube
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