Ein Hitze-Sonntag mit über 35 Grad trieb Tausende Wiener an die Alte Donau – und endete für zwei Badegäste tödlich. Das Gänsehäufel erlebte einen der dramatischsten Tage seiner Geschichte.
Familienvater geht vor Frau und Kindern unter
Kurz vor 16 Uhr am Sonntagnachmittag ging ein 39-jähriger Familienvater im Bereich des Oststrands der Alten Donau unter – direkt vor den Augen seiner Ehefrau und der beiden Kinder, wie oe24 berichtet. Augenzeugen alarmierten sofort die Rettungskräfte. Der Einsatz war gewaltig: Hubschrauber, Polizei, Feuerwehr und sechs Teams der Berufsrettung rückten aus.
Feuerwehrsprecher Christian Feiler bestätigte gegenüber oe24: „Wir sind mit allen verfügbaren Kräften vor Ort. Zehn Feuerwehrtaucher suchten nach dem Abgängigen.“ Dank präziser Zeugenangaben wurde der Mann laut Feiler rasch geortet: „Aufgrund der genauen Zielpunktangabe von Zeugen konnten wir den Mann in kürzester Zeit finden.“ Die sofort eingeleiteten Reanimationsversuche am Strand blieben ohne Erfolg – der zweifache Vater verstarb noch am Unfallort. Ob ein Unfall oder ein medizinischer Notfall – etwa ein Kreislaufproblem durch die extreme Hitze – die Ursache war, ist laut oe24 noch nicht geklärt. Seine Familie erlitt einen Schock und wurde noch vor Ort von einem Krisenteam betreut.
Zweiter Toter am Abend
Nur wenige Stunden später ereignete sich die nächste Tragödie. Gegen 19 Uhr wurde ein 24-jähriger Badegast als vermisst gemeldet, wie oe24 berichtet. Die Einsatzkräfte suchten nach dem Mann und konnten ihn schließlich aus dem Wasser bergen. Auch in diesem Fall blieb die sofort eingeleitete Reanimation laut Bestätigung der Berufsrettung erfolglos.
Dauereinsatz am heißesten Tag des Jahres
Die Rettungskräfte standen an diesem Sonntag im absoluten Dauerbetrieb. Bereits am Vormittag gegen 11:30 Uhr kreiste ein Rettungshubschrauber über dem Strandbad, weil eine Person nicht zu ihrem Platz zurückgekehrt war und als vermisst gemeldet worden war, wie oe24 schildert. Hier gab es rasch Entwarnung: Die Person wurde kurz darauf wohlbehalten gefunden.
Credits: ÖAMTC/Helge Bauer
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