Die „Kuchen-Lady“ vor Gericht: Ein Drama aus Gift, Geld und Manipulation

Die „Kuchen-Lady“ vor Gericht: Ein Drama aus Gift, Geld und Manipulation

Korneuburg – Es ist ein Fall, der selbst hartgesottene Krimi-Fans fesselt: Bernadette H., einst Konditorin aus dem Weinviertel, steht erneut vor Gericht. Die 33-Jährige soll ihren ehemaligen Lebensgefährten, den wohlhabenden Landwirt Andreas F., gleich zweimal vergiftet haben. Das Motiv? Geld – genauer gesagt, ein Erbe von drei Millionen Euro.

Ein „Spezialgetränk“ mit fatalen Folgen

Der Albtraum begann im Juli 2022. Bei einer privaten Feier servierte Bernadette H. ihrem Partner ein „Spezialgetränk“, das mit Methanol und Magic Mushrooms versetzt war. Die Folgen waren verheerend: Andreas F. erlitt eine schwere Methanolvergiftung und verlor fast vollständig sein Augenlicht. Das war jedoch nur der Anfang.

Muffins, Tabletten und ein inszenierter Suizid

Im November desselben Jahres folgte der nächste Anschlag. Diesmal waren es Muffins, gespickt mit Medikamenten wie Rohypnol und Sirdalud, die Andreas F. beinahe das Leben kosteten. Laut der NÖN fügte Bernadette H. ihm anschließend selbst Schnittverletzungen zu, um die Tat als Suizidversuch darzustellen. Doch die Ermittlungen deckten ihre perfiden Pläne auf.

Manipulation auf höchstem Niveau

Bernadette H. zeigte sich vor Gericht als Meisterin der Manipulation. Laut der Krone instruierte sie sogar ihre Tochter, falsche Aussagen zu machen, und inszenierte eine Messerattacke, um ihren Ex-Partner zu belasten. Ein Gutachten bestätigte, dass Andreas F. aufgrund seiner Sehbehinderung nicht in der Lage war, die ihm vorgeworfenen Taten zu begehen.

Die Verteidigung: „Es war alles für die Liebe“

Vor Gericht gab sich die Angeklagte reumütig. Sie behauptete, die Drogen nur zur „Luststeigerung“ verabreicht zu haben, wie die Bild berichtet. Ihr Anwalt argumentierte, sie habe sich liebevoll um Andreas F. gekümmert und sei nicht auf sein Geld angewiesen gewesen. Doch die Staatsanwaltschaft sieht das anders: „Es ist ein Fall von Kaltblütigkeit und Berechnung“, so Staatsanwältin Gudrun Bischof.

Urteil steht noch aus

Am Mittwoch entscheiden die Geschworenen in Korneuburg über die Zukunft der „Kuchen-Lady“. Ob sie weiterhin in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht bleibt oder eine andere Strafe erhält, bleibt abzuwarten. Andreas F., der mittlerweile von Bodyguards begleitet wird, hofft, dieses Kapitel endlich abschließen zu können.

Quellen: oe24.at, Kronen Zeitung, Bild, NÖN
Credits: APA

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