Der ORF gilt als wahres Gagenparadies. Während die Österreicher brav ihre Haushaltsabgabe zahlen, sitzt das Geld am Küniglberg offenbar sehr locker. Fast 900 Mitarbeiter verdienen mehr als 100.000 Euro im Jahr. Das ist ziemlich genau ein Drittel der gesamten Belegschaft – vom Direktor bis zum Portier.
Millionen für die Manager im Hintergrund
Wenn man an gigantische Fernsehgehälter denkt, fallen einem sofort die bekannten Gesichter aus den Nachrichtensendungen ein. Doch die Realität sieht anders aus. Laut dem neuesten ORF-Transparenzbericht, der auch auf zukunft.orf.at abrufbar ist, streichen 62 Top-Verdiener mehr als 170.000 Euro jährlich ein. Das entspricht mehr als 12.000 Euro brutto im Monat. Wie der Kurier treffend berichtet, stehen von diesen Top-Verdienern aber nur sechs Personen regelmäßig vor der Kamera. Der große Rest arbeitet im Hintergrund in der Direktion, der Verwaltung und in Tochtergesellschaften.
Die absoluten Spitzenreiter
Ganz oben auf der Liste thront Pius Strobl. Wie oe24.at und der Kurier übereinstimmend berichten, kassiert der Projektleiter satte 468.856,32 Euro im Jahr. Auf Platz zwei folgt der ehemalige Generaldirektor Roland Weißmann mit stolzen 427.500,04 Euro. Auch Hannes Aigelsreiter sichert sich mit 339.824,84 Euro einen Platz auf dem Treppchen.
Prominente Bildschirmgesichter finden sich erst weiter unten. ZiB2-Anchor Armin Wolf kommt auf ein Jahresgehalt von 275.390,89 Euro. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, bessert er sein Konto zudem mit durchschnittlich 8.820 Euro pro Monat durch Nebenjobs wie Vorträge auf. Auslandskorrespondent Christian Wehrschütz verdient fast 216.000 Euro, und Moderator Andi Knoll kommt auf rund 190.000 Euro im Jahr. Die aktuelle Interimschefin Ingrid Thurnher landete mit 270.270 Euro für ihre bisherige Rolle als Radiodirektorin ebenfalls im Spitzenfeld.
Ein teurer Spaß für die Beitragszahler
Für den normalen Gebührenzahler sind diese Summen schwindelerregend. Der Rechnungshof hat laut oe24.at festgestellt, dass das Durchschnittsgehalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bereits im Jahr 2024 bei beachtlichen 99.200 Euro lag. Allein die 62 absoluten Spitzenverdiener kosten den Sender laut oe24.at unglaubliche 13,9 Millionen Euro im Jahr. Ein Umstand, der in Zeiten von Sparpaketen und Teuerung bei vielen Bürgern für massiven Unmut sorgen dürfte.
Quellen: oe24.at, Kurier, zukunft.orf.at
Credits: APA
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