Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller erklärte in den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung, dass der Ostermontag als Feiertag nicht mehr zeitgemäß sei. Sie betonte, dass kaum noch jemand an den traditionellen Prozessionen teilnehme, für die der Feiertag ursprünglich gedacht war. Stattdessen solle man sich auf die internationale Konkurrenzfähigkeit konzentrieren, insbesondere im Vergleich zu Ländern wie den USA, China oder Polen.
Wirtschaftliche Argumente und Gegenstimmen
Leibinger-Kammüller sieht in der Abschaffung des Feiertags eine Möglichkeit, die Abwanderung von Produktionsstätten zu verhindern. Sie fordert eine „neue konzertierte Aktion“ zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik, um den Sozialstaat zu sichern. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass die Abschaffung von Feiertagen keinen nachweisbaren wirtschaftlichen Vorteil bringt. In einigen Fällen entwickelten sich Bundesländer mit mehr Feiertagen sogar besser.
Gesellschaftliche Reaktionen
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa, durchgeführt für die Bild am Sonntag, lehnt die Mehrheit der Deutschen den Verzicht auf Feiertage ab. Auch andere Stimmen, wie die des DIHK-Präsidenten Peter Adrian und der „Wirtschaftsweisen“ Monika Schnitzer, die ähnliche Vorschläge gemacht haben, stoßen auf gemischte Reaktionen.
Hintergrund: Wirtschaftliche Lage von Trumpf
Die Forderung von Leibinger-Kammüller kommt in einer schwierigen Zeit für ihr Unternehmen. Trumpf verzeichnete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Verlust von 23,4 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 392,8 Millionen Euro erzielt wurde. Die Gründe liegen in der angespannten Weltwirtschaft und den Kosten für Stellenabbau.
Quellen: exxpress.at, Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Zeitung, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, Bild am Sonntag
Credits: APA
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