Der Sado-Maso-Spitzenbeamte im Außenministerium: Sicherheitspolitisch brandgefährlich

Der Sado-Maso-Spitzenbeamte im Außenministerium: Sicherheitspolitisch brandgefährlich

Die Außenministerin ist auf Tauchstation, der Kanzler ebenfalls: Der jetzt aufgedeckte Skandal um einen österreichischen Spitzenbeamten, der auch auf seinem Arbeitsplatz in Brüssel einen extrem frauenfeindlichen und grausamen Sado-Maso-Blog betrieben hat, soll durchgetaucht werden. Obwohl der irritierende Fall eine dramatische sicherheitspolitische Gefahr für das Außenministerium darstellt.

„Ein österreichischer Beamter in Brüssel führt ein Doppelleben, das nicht nur moralisch abstößt, sondern sicherheitspolitisch brandgefährlich ist. Seine sexuellen Fantasien drehen sich um Erniedrigung, Gewalt und psychologische Zerstörung“, schreibt die österreichische Investigativ-Plattform Fass ohne Boden (FoB) über den Staatsdiener im Außenministerium. Das Sexualleben des Beamten mag seine Privatsache sein – nicht aber, wenn dieses die Staatssicherheit gefährden könnte.

Der Fall wirft nämlich gravierende Fragen zur nationalen Sicherheit auf: Wenn ein ranghoher Beamter kompromittierbares Material produziert, speichert oder kommuniziert, ist das ein klassischer Fall für Erpressbarkeit und ein Risiko für die nationale Sicherheit.

„Die Tatsache, dass die Ermittlungen offenbar nicht forensisch oder sicherheitspolitisch weiterverfolgt wurden, ist aus Sicht der Cybersicherheit und Geheimdienstprävention äußerst bedenklich“, meint Alexander Surowiec, der Herausgeber von Fass ohne Boden.

Wie auch von exxtra24 berichtet, tauchte die E-Mail-Adresse „[email protected]“, die dem anonymen SM-Blog zugeordnet ist, im Mai 2019 in einem globalen Datenleck der Plattform Canva auf. Millionen von Datensätzen, darunter E-Mail-Adressen, Namen und teils entschlüsselte Passwörter, wurden bei diesem Leak veröffentlicht. Die Plattform HaveIBeenPwned listet den Fall öffentlich.

Das Auftauchen dieser mit dem Blog verbundenen E-Mail-Adresse in einem so großen Datenleck ist besonders kritisch, da die betroffenen Zugangsdaten auch für andere Onlinekonten, insbesondere einen Jetpack-Account, verwendet wurden.

Dies wirft die Frage auf, wie tief der Zugriff auf seine Daten wirklich ging und welche potenziellen Sicherheitsrisiken sich daraus ergaben. Das Datenleck war nicht ohne Folgen.

Spur zu Hacker-Angriff 2020

Nur acht Monate später, im Januar 2020, wurde das Außenministerium Ziel eines der massivsten Hacker-Angriffe in der Geschichte der Zweiten Republik. Das Außenministerium bestätigte öffentlich, dass es sich um einen hochprofessionellen, vermutlich staatlich gesteuerten Angriff handelte.

Interne E-Mails, vertrauliche Dokumente, Login-Strukturen und Zugriffsdaten könnten betroffen gewesen sein. Das Ministerium schweigt bis heute zu dieser Attacke. Das Verhalten des Spitzenbeamten in Bezug auf IT-Sicherheit ist nicht nur leichtsinnig, sondern sein Umgang gefährdete die nationale Sicherheit. Wie der Zufall so will, findet man auch die dienstliche E-Mail-Adresse des Sado-Maso-Beamten in einem weiteren Datenleck.

Der noch immer nicht gefeuerte Spitzenbeamte hatte und hat auch beste berufliche Kontakte bis in die Spitze einer mächtigen österreichischen Partei – vermutlich will man auch deshalb absolut nicht auf den nun aufgeflogenen Skandal reagieren. Und die Mainstream-Medien werden ebenfalls brav schweigen: Sie erhalten ja bekanntlich Millionen an Fördergeld von dieser Bundesregierung.

Der Bericht auf FoB: www.fob.at/der-perverse-botschafter/

Credit: APA

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