„Den Unternehmen geht es nicht schlecht“ – Marterbauer sorgt für Empörung

„Den Unternehmen geht es nicht schlecht“ – Marterbauer sorgt für Empörung

SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer hat mit seinen Aussagen zur wirtschaftlichen Lage in Österreich für hitzige Diskussionen gesorgt. In der ZIB2 erklärte er, dass er sich „keine Sorgen“ um die Unternehmen mache. Diese Aussage, die eine fast sorglose Haltung vermittelt, steht im krassen Gegensatz zur Realität vieler Österreicher, die mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen.

Grundsteuer: „Das merkt kaum jemand“

Besonders brisant war Marterbauers Kommentar zur Grundsteuer. Er bezeichnete die Steuer als „unglaublich niedrig“ und behauptete, eine Erhöhung um 2 Euro pro Monat würde „kaum jemand“ bemerken. Dabei zahlt der Minister selbst in seiner 100-Quadratmeter-Wohnung im 2. Bezirk nur 54 Euro Grundsteuer pro Jahr – das sind gerade einmal 4,50 Euro pro Monat. Für viele Haushalte, die bereits unter der finanziellen Belastung ächzen, ist jedoch jede Erhöhung spürbar.

Keine klare Linie bei den Kommunen

Auch bei der Frage, ob er die Gemeinden ermahnen würde, Gebühren nicht übermäßig zu erhöhen, blieb Marterbauer vage. Stattdessen betonte er, dass die Kommunen „in einer speziell schwierigen Situation“ seien. Seine Priorität liege auf der Finanzierung von kostenlosen Ganztagskindergärten. Kritiker werfen ihm jedoch vor, die Sorgen der Bürger nicht ernst genug zu nehmen.

Die Reaktionen: Abgehoben und realitätsfern?

Die Reaktionen auf Marterbauers Aussagen ließen nicht lange auf sich warten. In den Kommentaren auf exxpress.at wird der Minister als „abgehoben“ und „realitätsfern“ bezeichnet. Ein Nutzer schrieb: „Ich zahle das Dreifache für ein kleines Häuschen in der Provinz.“ Ein anderer kritisierte die „unerträgliche Abgehobenheit“ angesichts der hohen Pro-Kopf-Verschuldung.

Credits: APA

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