Bereits in den letzten drei Jahren wurden die Gehälter der ORF-Mitarbeiter unter der Inflationsrate angepasst. Auch dieses Jahr soll der Betriebsrat einer Erhöhung von lediglich 1,8 Prozent zustimmen, was erneut unter der Inflationsrate liegt.
Einsparungen in Millionenhöhe
Der ORF plant, im Jahr 2026 rund 104 Millionen Euro einzusparen. Dies entspricht etwa zehn Prozent des prognostizierten Umsatzes von 1,1 Milliarden Euro. Die Einsparungen sollen durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht werden wie das Nachrichtenmagazin oe24 berichtet.
- Personaleinsparungen: 50 Stellen, die durch Abgänge frei wurden, sollen nicht nachbesetzt werden. Dies spart jährlich etwa 4,5 Millionen Euro.
- Programmreduktionen: Verträge für US-Serien wurden halbiert, was mittelfristig Einsparungen von rund 12 Millionen Euro bringt. Auch Produktionen wie „Dancing Stars“ wurden gestrichen, um Budget für den teuren Song Contest freizumachen.
- Strukturelle Änderungen: Die IT-Bereiche des ORF und seiner Tochterunternehmen werden zusammengelegt. Auch der Kundendienst und die Sendeabwicklung für ORF3 werden zentralisiert, was weitere Einsparungen ermöglicht.
- Einstellung von ORF-Topos: Das Feuilleton-Angebot wird komplett gestrichen, was 1,9 Millionen Euro einspart.
Auswirkungen auf das Programm
Neben den Einsparungen im Personalbereich wird auch das Programm des ORF deutlich reduziert. Die Halbierung der US-Serien-Verträge und die Streichung von Produktionen wie „Dancing Stars“ zeigen, dass die Einsparungen auch die Zuschauer direkt betreffen werden.
Quellen: oe24.at
Credits: APA
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