Darum sagt Putin Nein zu Trumps Waffenruhe

Darum sagt Putin Nein zu Trumps Waffenruhe

Ein Plan, der Frieden bringen sollte, stößt in Moskau auf taube Ohren. Während US-Präsident Donald Trump auf ein schnelles Einfrieren des Ukraine-Kriegs drängt und sogar die Zustimmung von Wolodymyr Selenskyj erhalten hat, schickt der Kreml eine eiskalte Abfuhr. Für Wladimir Putin kommt eine kurzfristige Waffenruhe nicht infrage – aus strategischen Gründen, die nun offen auf dem Tisch liegen.

Moskau will keine „Pausen“ im Krieg

Die Botschaft aus Russland ist unmissverständlich. Der Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, machte in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass deutlich, dass der Kreml keinerlei Interesse an provisorischen Lösungen hat. „Wir legen Wert auf eine langfristige Lösung, die die Ursachen des Konflikts behebt und eine ruhige, normale Entwicklung über einen langen Zeitraum gewährleistet“, erklärte Miroschnik, wie Tass berichtet.

Für den Kreml sind kurzfristige Waffenstillstände nur eine gefährliche Illusion. Miroschnik warnte eindringlich: „Russland ist nicht an Ad-hoc-Waffenstillständen, Aussetzungen und Pausen interessiert.“ Der Grund ist simpel und aus Moskauer Sicht strategisch: Solche Pausen würden, so die Befürchtung, nicht zu einem dauerhaften Frieden führen. Stattdessen würden sie „die Voraussetzungen für eine neue Eskalation auf einer anderen, intensiveren Ebene schaffen“. Im Klartext: Moskau befürchtet, dass sich die Ukraine in einer Feuerpause militärisch neu aufstellen und aufrüsten könnte, um den Kampf danach umso härter fortzusetzen.

Putins Plan: Alles oder nichts?

Hinter der Ablehnung eines schnellen Waffenstillstands steckt offenbar ein größerer Plan. Berichten zufolge soll Putin zuletzt einen Gebietsaustausch ins Spiel gebracht haben, bei dem Russland die vollständige Kontrolle über die Region Donezk erhalten würde. Eine einfache Waffenruhe entlang der aktuellen Frontlinien, wie von Trump vorgeschlagen, passt da nicht ins Konzept. Moskau will Fakten schaffen und seine Kriegsziele absichern, bevor die Waffen endgültig schweigen.

Während Trump zuletzt die Geduld mit Putin verlor, einen geplanten Gipfel absagte und neue Sanktionen verhängte, bleibt der Kreml bei seiner harten Linie. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht – stattdessen setzt Russland auf eine „langfristige Lösung“, die allein nach seinen Bedingungen gestaltet sein soll.

Quelle: Tass, oe24.at
Credits: APA

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