Neu-Delhi – Es ist ein historischer Moment: Nach 42 Jahren besucht erstmals wieder ein österreichischer Kanzler Indien. Christian Stocker (ÖVP) tritt damit in die Fußstapfen von Bruno Kreisky und Fred Sinowatz. Doch was steckt hinter dieser Reise?
Empfang mit rotem Teppich
Am Dienstagabend landete Stocker in Neu-Delhi – und wurde mit allen Ehren empfangen. Premierminister Narendra Modi ließ es sich nicht nehmen, den Kanzler persönlich zu begrüßen. Ein roter Teppich, eine Ehrengarde und ein riesiges Willkommensplakat mit Stockers Konterfei sorgten für einen pompösen Auftakt.
Wie das indische Außenministerium berichtet, steht die Reise ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Begleitet wird Stocker von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und einer Delegation führender Unternehmer. Ziel: Die Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Indien weiter auszubauen.
Kreiskys Erbe und Sinowatz‘ Spuren
Bereits 1980 reiste Bruno Kreisky nach Indien, um für einen globalen „Marshall-Plan“ für Entwicklungsländer zu werben. Vier Jahre später folgte Fred Sinowatz, der zahlreiche Wirtschaftsverträge abschloss. Stocker knüpft nun an diese Tradition an und hofft, die österreichischen Exporte nach Indien weiter zu steigern. Im vergangenen Jahr wuchsen diese bereits um 13,6 Prozent.
Modi und Stocker: Ein starkes Duo?
Neben wirtschaftlichen Themen stehen auch globale Herausforderungen auf der Agenda. Wie die „Tribune India“ berichtet, wollen Modi und Stocker über multilaterale Kooperationen und die Rolle Indiens in der internationalen Ordnung sprechen. Besonders im Ukraine-Konflikt spielt Indien als BRICS-Mitglied eine wichtige Rolle.
Quellen: oe24.at, Ministry of External Affairs India, Tribune India
Credits: APA
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