Chinas neuer Drohnen-Todesstern ab Juni einsatzbereit

Chinas neuer Drohnen-Todesstern ab Juni einsatzbereit

7000 Kilometer Reichweite, hunderte Klein-Kampfdrohnen im Waben-Lastraum, dazu modernste Luft-Luft-Raketen an Bord: China revolutioniert mit der Riesen-Drohne Jiutian SS-UAV die Kriegsführung – Peking hat einen Todesstern. exxtra24 hat dazu eine erste eine Video-Simulation.

Mit dem Jiutian SS-UAV – auch bekannt als Aerial Drone Carrier – stellt China ein unbemanntes Luftfahrzeug vor, das neue Maßstäbe im Drohnenkrieg setzt. Auf der 15. China International Aviation & Aerospace Exhibition wurde der fortschrittliche Prototyp erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Am 17. Mai berichteten chinesische Staatsmedien, dass der vierte Prototyp des SS-UAV die strukturelle Montage abgeschlossen habe. Derzeit finden Systemintegration und Tests statt. Der Erstflug ist für Ende Juni 2025 geplant.

Mit einer Spannweite von 25 Metern und einem maximalen Startgewicht von 16 Tonnen gehört der SS-UAV zu den Schwergewichten unter den unbemannten Fluggeräten. Er kann bis zu sechs Tonnen Nutzlast transportieren und soll eine Reichweite von 7000 Kilometern sowie eine Einsatzdauer von über zwölf Stunden erreichen – damit ist er auch für Langstreckeneinsätze geeignet.

Ein zentrales Element des Konzepts ist der sogenannte „heterogene Wabennutzraum“ – ein modulares System, das es ermöglicht, den Innenraum mit unterschiedlichsten Komponenten zu bestücken. Dazu gehören Marschflugkörper, Minidrohnen oder logistische Fracht. Laut Entwicklern kann die Mission innerhalb von zwei Stunden umgerüstet werden – vom Kampfeinsatz bis zur zivilen Notfallrettung.

Gigant für moderne Kriegsführung

Der SS-UAV wurde mit offener Systemarchitektur konzipiert, um verschiedenste Szenarien abzudecken: militärische Schläge, Überwachungsflüge, elektronische Kriegsführung oder humanitäre Einsätze. Analysten heben hervor, dass das System mittelgroße Luft-Luft-Raketen wie die PL-12E tragen kann – geeignet für präventive Angriffe auf gegnerische Flugobjekte noch vor Sichtkontakt.

Zur weiteren Verteidigung ist der Träger mit elektronischen Störsystemen ausgestattet, die gegnerische Radarstellungen lahmlegen können. Optional lassen sich auch infrarotbasierte Abwehrmodule integrieren, die gelenkte Raketen per Laserstrahl stören – ein Pluspunkt für Einsätze in stark gesichertem Luftraum.

Schwarmangriffe aus der Luft

Besonders innovativ ist die Fähigkeit des SS-UAV, sogenannte Micro-Drones im Schwarmmodus zu starten. Hunderte Kleinstdrohnen können simultan aus dem Wabensystem abgesetzt werden – ein Szenario, das in der Luftverteidigung kaum kontrollierbar ist. Die taktischen Vorteile solcher Schwärme reichen von Aufklärung bis zu gezielten Nadelstichangriffen auf Radareinrichtungen oder Kommunikationszentren.

Militäranalysten sehen in dem neuen System eine Weiterentwicklung unbemannter Luftkriegsführung. Vor allem die hohe Nutzlast, modulare Wandlungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Schwarmführung könnten die Dynamik künftiger Luftoperationen tiefgreifend verändern. Auch im zivilen Bereich – etwa bei Katastropheneinsätzen – könnte die Mega-Drohne künftig zum Einsatz kommen.

Credits: Svcreenshots

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