Chaos um Pflegebonus in Salzburg: Ein „Zuckerl“ oder essenzieller Gehaltsbestandteil?

Chaos um Pflegebonus in Salzburg: Ein „Zuckerl“ oder essenzieller Gehaltsbestandteil?

Der Pflegebonus, der 163 Euro brutto monatlich beträgt, soll ab Januar 2026 gestrichen werden. Zentralbetriebsrat Günther Forsthuber erklärte, dass der Bonus kein „Zuckerl“, sondern ein essenzieller Bestandteil des Gehalts sei. Salzburg ist das einzige Bundesland, das diese Zulage streicht, was laut Betriebsräten zu Abwanderungen von Pflegekräften in andere Bundesländer führen könnte.

Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung

Die geplanten Kürzungen betreffen auch ein Struktur- und Gehaltspaket, das unter anderem Rufbereitschaften und Gehaltserhöhungen für Fachärzte regelt. Betriebsrätin Sabine Gabath warnte, dass dies zu massiven Einschränkungen in der Gesundheitsversorgung führen könnte. Bereits jetzt könnten nur 81 Prozent der Operationskapazitäten genutzt werden, und ohne das Paket drohe ein Rückgang auf 50 Prozent.

Regierung verteidigt Einsparungen

Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) verteidigte die Maßnahmen mit Verweis auf die hohen Lohnabschlüsse der letzten Jahre, die das Budget belasten. Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) kritisierte den Pflegebonus als „ungerecht“, da er nicht alle Pflegekräfte gleichermaßen erreiche.

Die Demonstrierenden kündigten an, ihren Protest fortzusetzen, falls die Landesregierung nicht einlenkt. „Unsere Message an die Politik ist klar: So geht es nicht“, sagte Thomas Brandstötter, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates.

Quellen: oe24.at, APA
Credits: APA

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