Budgetloch wird immer größer – drohen neue Steuererhöhungen?

Budgetloch wird immer größer – drohen neue Steuererhöhungen?

Österreich steuert auf eine Finanzkrise zu, die jeden Bürger hart treffen könnte. Neue Analysen zeigen: Das Budgetloch ist völlig außer Kontrolle geraten – und normale Familien müssen die Zeche zahlen.

Die Zahlen sind erschreckend: Für 2025 klafft ein Loch von 18,1 Milliarden Euro im Staatshaushalt, wie oe24.at berichtet. Den geplanten Ausgaben von 123,2 Milliarden Euro stehen nur magere Einnahmen von 105,1 Milliarden gegenüber. Noch dramatischer: 2026 soll das Minus sogar auf 18,3 Milliarden Euro anwachsen – trotz massiver Sparmaßnahmen.

Experten schlagen Alarm: „Schlimmer als gedacht“

Die Lage ist noch ernster, als die Politik zugibt, warnt der renommierte Thinktank „Agenda Austria“. Ökonom Hanno Lorenz bringt es auf den Punkt: „Der Staat hat seine Ausgaben noch immer nicht im Griff.“

Besonders alarmierend: Schon zur Jahresmitte waren drei Viertel des geplanten Defizits erreicht. Die Berechnungen der Experten lassen das Schlimmste befürchten – das Defizit könnte bis Jahresende auf astronomische 27,5 Milliarden Euro explodieren.

Bürger werden zur Kasse gebeten

Das böse Erwachen kommt für Otto Normalverbraucher: Neue Steuererhöhungen sind praktisch unvermeidbar. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat bereits ein brutales „Schweiß und Tränen“-Budget vorgelegt, das bis 2029 satte 54 Milliarden Euro an Einsparungen fordert, wie die Kronen Zeitung berichtet.

Allein 2025 müssen 6,4 Milliarden Euro eingespart werden, 2026 sogar 8,7 Milliarden. Doch selbst diese drastischen Maßnahmen reichen nicht aus – Österreich wird die EU-Defizitgrenze von 3 Prozent erst 2028 wieder einhalten können.

Familienbudgets unter Beschuss

Der Sparstift trifft bereits jetzt hart die Geldbörsen normaler Familien. Der beliebte Klimabonus – immerhin bis zu 254 Euro pro Person jährlich – wurde ersatzlos gestrichen, wie Moment.at detailliert aufzeigt. Eine vierköpfige Familie verliert dadurch rund 800 Euro, die sie bisher vom Staat erhalten hatte.

Noch schmerzhafter: Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Studienbeihilfe werden 2025 und 2026 nicht an die Teuerung angepasst. Das bedeutet für eine Familie mit zwei Kindern einen realen Verlust von 165 Euro im nächsten Jahr – bis 2027 summiert sich der Schaden auf fast 300 Euro.

Credits: APA

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