Sie prügelten immer wieder auf ihr erst 15 Jahre altes Opfer ein, schlugen den Burschen mit dem Gürtel, warfen ihn sogar aus dem Fenster – die Mobbing- und Gewalt-Eskalation an der HTL in Vöcklabruck (OÖ) bewegt ganz Österreich. Vor allem stellen sich viele exxtra24-Leser die Frage: Warum wurde nicht früher gehandelt? Jetzt laufen weitere Ermittlungen.
Die Täter sind 17 Jahre alt, sie sollen aus Bosnien und aus der Türkei stammen und wurden erst nach einem wochenlangem Martyrium ihres Opfers (15) von der Schule in Vöcklabruck suspendiert. Die Kronen Zeitung hat diesen erschütternden Fall nach einem anonyme Hinweis aufgedeckt.
Polizei und Bildungsdirektion halten sich weiterhin mit Details bedeckt, bestätigen aber, dass es einen Vorfall gegeben habe. Eine Sprecherin der oberösterreichischen Bildungsdirektion informierte, dass die mutmaßlichen Täter suspendiert worden seien. Heute, Donnerstag, fand in der Schule eine Konferenz statt, in der über den Schulausschluss entschieden wurde. Die Schule habe sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anzeige bei der Polizei erstattet, betonte sie.
Bei der Polizei wurde bestätigt, dass nun weitere Ermittlungen laufen. Zu Details wollte man vorerst aber keine Angaben machen. Auch die Bildungsdirektion bat um Verständnis, dass man aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens keine weiteren Auskünfte zum Sachverhalt erteilen könne.
Auch auf den Social-Media-Plattformen wird bereits emotional über diesen Fall diskutiert – vor allem wollen viele User wissen, warum 17-jährige Schüler gemeinsam mit einem 15-jährigen Burschen in einer Klasse sitzen. Ein Versagen der Bildungspolitik dürfte hier vermutlich vorliegen.
Erste Stellungnahme der HTL-Direktion
Die Leitung der HTL hat nun eine Stellungnahme zu den Gewalttaten veröffentlicht: „Entgegen der Darstellung in der Kronen Zeitung wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorfälle alle notwendigen Schritte eingeleitet. Die Schulleitung führte Gespräche mit den beteiligten Personen,
erstattete Anzeige bei der Polizei und sprach den mutmaßlichen Tätern eine Androhung des Ausschlusses aus. Auf Initiative der Schule suspendierte die Bildungsdirektion die betreffenden Schüler. Das Ausschlussverfahren ist derzeit im Gange. Darüber hinaus wird klargestellt, dass keiner der vier beschuldigten Schüler – anders als in der Kronen Zeitung berichtet – afghanische Wurzeln hat oder älter als 17 Jahre ist. Es handelt sich ausschließlich um österreichische bzw. EU-Staatsbürger.“
Credit: APA
Neueste Kommentare