Abu Dujana al-Turkistani, der nun in der Nähe von Idlib, Syrien getötet worden ist, war ein Anführer der Terrorgruppe Hayat Tahrir al-Sham (HTS). Sie unterhält eine komplexe, aber indirekte Beziehung zur Türkei, die oft als taktisches Zweckbündnis beschrieben wird. Offiziell betrachtet die Türkei die HTS als eine Terrororganisation und erkennt sie nicht als legitime Kraft an. Allerdings gibt es Hinweise auf taktische Koexistenz, indirekte Kooperationen und Interessenüberschneidungen in Nordsyrien, insbesondere in der Provinz Idlib. Die Türkei scheint HTS nicht aktiv zu bekämpfen, solange dies den eigenen Interessen in Idlib dient.
Jetzt setzten die USA aber ein klares Zeichen mit der Ausschaltung des HTS-Terroristen Abu Dujana al-Turkistani: US-Luftstreitkräfte haben in Nordsyrien den Anführer der Turkistan Islamischen Partei (TIP) gezielt eliminiert. Am Donnerstagabend wurde bei einem Luftangriff ein Fahrzeug in der ländlichen Region von Idlib ins Visier genommen, wobei Abu Dajanah al-Turkistani, ein aus der uigurischen Gemeinschaft stammender Kämpfer, getötet wurde.
Al-Turkistani galt als eine der führenden Figuren innerhalb der uigurischen Milizen, die in Syrien operieren. Zuvor hatte er eine maßgebliche Rolle in der mittlerweile aufgelösten Hayat Tahrir al-Sham (HTS) inne, die unter der Führung des heutigen syrischen Präsidenten Ahmad al-Sharaa (auch bekannt als Abu Mohammad al-Jolani) stand.
Auflösung bewaffneter Gruppen nach Regierungswechsel
Bemerkenswert ist, dass am Mittwoch – zeitgleich mit der Ernennung al-Sharaas zum neuen Präsidenten Syriens – Hussein Abed al-Ghani, Sprecher der gemeinsamen Operationsleitung bewaffneter Gruppen in Syrien, die Auflösung aller militanten Organisationen, politischen Einheiten und zivilgesellschaftlichen Gruppen verkündete. Er forderte die betroffenen Gruppierungen auf, sich in die Strukturen der syrischen Regierung zu integrieren.
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