Die französische Première Dame Brigitte Macron steht aktuell im Zentrum eines medialen Sturms. Grund dafür ist eine Aussage, die sie während eines Gesprächs mit dem Schauspieler und Komiker Ary Abittan tätigte. Ihre Worte, die Feministinnen als „dreckige Schlampen“ bezeichneten, haben eine Welle der Empörung ausgelöst.
Was ist passiert?
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, fiel die umstrittene Bemerkung am Rande eines Bühnenauftritts von Ary Abittan. Der Komiker, bekannt aus dem Film „Monsieur Claude und seine Töchter“, war 2021 der Vergewaltigung beschuldigt worden. Die Ermittlungen wurden jedoch 2024 eingestellt, und ein Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung Anfang 2025. Trotz der juristischen Klärung bleibt Abittan eine umstrittene Figur, insbesondere bei feministischen Gruppen wie #NousToutes, die ihn weiterhin kritisieren.
Während des Gesprächs mit Abittan, das von Kameras festgehalten wurde, fragte Brigitte Macron scherzhaft: „Wenn diese dreckigen Schlampen hier sind, dann werfen wir sie raus.“ Diese Aussage bezog sich offenbar auf maskierte Aktivistinnen, die Abittans Show unterbrochen hatten, um ihn als Vergewaltiger zu bezeichnen.
Kritik aus allen Richtungen
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Politiker und Aktivisten verurteilten die Wortwahl der Präsidentengattin scharf. Auf sozialen Medien trendete der Hashtag #salesconnes (zu Deutsch: „dreckige Schlampen“), unter dem Nutzer ihre Empörung ausdrückten. Eine Userin schrieb: „Allein die Vorstellung, dass die First Lady Frankreichs so etwas sagt, macht mich krank.“
Auch die österreichische Zeitung Die Presse berichtete über den Vorfall und zitierte Macrons Umfeld, das die Aussage als aus dem Kontext gerissen bezeichnete. Demnach habe Macron lediglich die Aktionen der Aktivistinnen kritisieren wollen, die Abittans Auftritt gestört hatten.
Ein Scherz, der nach hinten losging?
Brigitte Macron selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Ihr Umfeld betont jedoch, dass die Bemerkung scherzhaft gemeint war. Doch in einer Zeit, in der Worte auf die Goldwaage gelegt werden, scheint dieser „Scherz“ ein Eigentor gewesen zu sein.
Die Debatte zeigt einmal mehr, wie polarisiert die Diskussionen um Feminismus und öffentliche Personen in Frankreich sind. Ob und wie sich Brigitte Macron aus dieser Situation herausmanövrieren wird, bleibt abzuwarten.
Quellen:
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Die Presse
Credits: APA
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