Der Blick in den Briefkasten könnte heute für Tausende Österreicher zur Zitterpartie werden. Es wird ernst: Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) macht ihre Ankündigung wahr und verschickt ab dem heutigen 26. Jänner 2026 massenhaft Zahlungsaufforderungen. Es geht um bares Geld – konkret um die Kostenbeteiligung bei Krankentransporten.
Wer jetzt Post bekommt
Es ist eine gewaltige Welle an Papier, die da durchs Land rollt. Ab sofort landen rund 84.000 Forderungsschreiben bei den Versicherten. Ein kleiner Teil der Betroffenen wurde bereits elektronisch via e-Zustellung informiert, doch der Großteil erhält die Nachricht ganz klassisch per Post. Der Inhalt ist brisant: Die Kasse fordert die im Vorjahr beschlossenen Beiträge für Krankentransporte ein. In den Schreiben legt die ÖGK dabei eine konkrete Kostenaufstellung vor, damit jeder weiß, wie die Summe zustande kommt.
Aufatmen für Notfälle und Schwerkranke
Doch bevor die große Panik ausbricht: Nicht jeder Transport muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Die Kasse beruhigt und stellt klar, dass es Ausnahmen gibt. Wie die ÖGK auf ihrer Website detailliert informiert, betrifft die Rechnung ausschließlich „planbare Krankentransporte“ ohne akuten medizinischen Notfall.
Wer also mit der Rettung oder dem Notarzt ins Spital gebracht wurde, muss nicht zahlen. Auch Patienten, die regelmäßig zur Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie müssen, bleiben verschont. Ebenfalls wichtig: Kinder und Personen, die ohnehin von der Rezeptgebühr befreit sind, werden laut heute.at nicht zur Kassa gebeten.
Ratenzahlung möglich
Für alle anderen gilt: Es gibt eine finanzielle Schmerzgrenze. Um die Belastung in Grenzen zu halten, kassiert die Gesundheitskasse nur für maximal 28 Fahrten pro Kalenderjahr ab. Sollte sich dennoch eine höhere Summe ansammeln, lässt die Kasse mit sich reden. Ab einem Gesamtbetrag von 151 Euro ist eine Ratenvereinbarung möglich, wie unter anderem die Gemeinde Hofstetten-Grünau unter Berufung auf ÖGK-Angaben veröffentlichte.
Die Begründung für die Maßnahme liefert die Gesundheitskasse gleich mit: Medizinisch notwendige Transporte seien wichtig, aber man müsse verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen, um die Versorgung auch in Zukunft zu sichern.
Quellen: oe24.at, gesundheitskasse.at, heute.at, hofstetten-gruenau.gv.at
Credits: APA
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