BMW steht erneut im Fokus einer massiven Rückrufaktion. Der Münchner Autobauer ruft weltweit rund 575.000 Fahrzeuge zurück. Grund ist ein Defekt am Starter-Relais, der im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen kann. Betroffen sind Modelle aus den Baujahren 2020 bis 2022.
Was ist das Problem?
Wie BMW mitteilt, wurde bei internen Produktkontrollen festgestellt, dass es nach einer hohen Anzahl von Starts zu erhöhtem Verschleiß im Magnetschalter des Anlassers kommen kann. Dies kann nicht nur dazu führen, dass das Fahrzeug schlechter oder gar nicht mehr startet, sondern auch zu einem Kurzschluss, der eine Überhitzung und letztlich einen Brand auslösen könnte. „Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs“, so ein Sprecher des Unternehmens. BMW rät daher, Fahrzeuge nicht unbeaufsichtigt mit laufendem Motor stehen zu lassen.
Welche Modelle sind betroffen?
Die Rückrufaktion umfasst eine Vielzahl von Modellen, darunter:
- 2er-Coupé (G42)
- 3er-Limousine (G20), Touring (G21) und China-Langversion (G28)
- 4er-Coupé (G22), Cabrio (G23) und Gran-Coupé (G26)
- 5er-Limousine (G30) und Touring (G31)
- 6er-Gran-Tourismo (G32)
- 7er-Limousine (G11, G12)
- X3 (G01), X4 (G02), X5 (G05), X6 (G06)
- Z4 (G29) sowie der baugleiche Toyota Supra
Auch Fahrzeuge, bei denen ein fehlerhafter Starter nachträglich eingebaut wurde, können betroffen sein. Die genaue Zuordnung erfolgt über die Fahrzeug-Identifikationsnummer (VIN).
Rückruf mit Déjà-vu
Bereits im Herbst 2025 hatte BMW eine ähnliche Rückrufaktion gestartet. Damals war Wasser in den Starter eingedrungen, was ebenfalls zu Kurzschlüssen und Bränden führen konnte. Der aktuelle Rückruf unterscheidet sich jedoch, da diesmal Verschleiß und nicht Korrosion die Ursache ist.
Was sollten betroffene Kunden tun?
BMW hat angekündigt, alle betroffenen Fahrzeughalter zu informieren. In den Werkstätten werden die defekten Starter kostenlos ausgetauscht. In einigen Fällen wird auch die Batterie ersetzt. Die Reparatur soll etwa zwei Stunden dauern. Kunden wird empfohlen, ungewöhnliche Gerüche oder Rauchentwicklung ernst zu nehmen und das Fahrzeug im Zweifel stehen zu lassen.
Quellen: exxpress.at, ADAC, auto-motor-und-sport.de, focus.de
Credits: BMW Brunner
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