In der Nacht auf Montag wurde der Hamburger Stadtteil Othmarschen Schauplatz eines erschütternden Vorfalls: Vier Fahrzeuge gingen in Flammen auf, darunter der BMW des AfD-Politikers Bernd Baumann (67). Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 3:20 Uhr. Baumann, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, wurde um 5 Uhr vom Staatsschutz geweckt und über den Brand informiert. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, der Verdacht: politisch motivierte Brandstiftung.
Bekennerschreiben auf Indymedia: Antifa übernimmt Verantwortung
Wie die „Bild“ berichtet, tauchte am Montagnachmittag ein Bekennerschreiben auf der Plattform „Indymedia“ auf. Darin bekennt sich eine Antifa-Gruppe zu dem Anschlag. Wörtlich heißt es: „In der Nacht auf den 3.11.25 haben wir im Trenknerweg 111 in Hamburg-Othmarschen den BMW von Bernd Baumann […] mit einem Brandsatz zerstört.“ Die Verfasser rufen zudem zu militantem Widerstand auf und drohen unverhohlen: „All you damn’ MAGAfreaks, you will follow Kirk to hell!“ – eine Anspielung auf den ermordeten US-Aktivisten Charlie Kirk.
Politische Dimension: AfD spricht von „linkem Terrorismus“
Der Vorfall hat eine politische Debatte entfacht. Dirk Nockemann, Fraktionschef der AfD in Hamburg, verurteilte den Anschlag scharf: „Das ist linker Terrorismus in Reinform!“ Er forderte eine schnelle Aufklärung und warnte vor einer Eskalation der Gewalt gegen AfD-Politiker. Laut „Tagesspiegel“ wurden in der Vergangenheit mehrfach Drohungen gegen Baumann ausgesprochen, seine Privatadresse wurde veröffentlicht, und in seinem Wohnumfeld tauchten Flyer und Aufkleber auf.
Polizei und Staatsschutz ermitteln
Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Feuer am linken Vorderrad des BMW gelegt und griff auf drei weitere Fahrzeuge über. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, doch die Autos wurden schwer beschädigt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, bislang fehlt jedoch jede Spur zu den Tätern.
Wiederholte Brandanschläge in Hamburg
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten ein. Bereits im Juni wurden im Stadtteil Groß Flottbek zwei Mercedes angezündet, wie die „Bild“ berichtet. Auch damals bekannten sich Linksextreme zu der Tat. Die Polizei warnt vor einer Zunahme solcher Angriffe.
Quellen: oe24.at, Bild, Tagesspiegel
Credits: APA
Neueste Kommentare