Am 13. April 1945 war Wien noch ein umkämpftes Schlachtfeld. Die Rote Armee, die im Rahmen der strategischen Endoffensive gegen das nationalsozialistische Regime vorging, dominierte die militärische Lage zunehmend. Angesichts der Übermacht waren die deutsche Wehrmacht und SS-Verbände nicht mehr in der Lage, den Vormarsch aufzuhalten. Dieser Tag markiert den entscheidenden Moment, in dem Wien kapitulierte und somit den Weg für die endgültige Besetzung durch sowjetische Truppen ebnete.
Der ukrainische Botschafter in Österreich, Vasyl Khymynets, wird heute vormittags einen Kranz am Denkmal niederlegen, das seit dem russischen Überfall auf die Ukraine für viele hier in Wien lebende Ukrainer eine Provokation darstellt.
Bei Kämpfen in Österreich starben 90.000 russische Soldaten
Die Gründe dafür: Zum einen wurde Wien zu einem erheblichen Teil durch Soldaten der sogenannten 2. und 3. Ukrainischen Front befreit, zum anderen hat der bekannte Historiker Stefan Karner im Auftrag des Innenministeriums, das sich um die Kriegsgräberfürsorge in Österreich kümmert, erst kürzlich neue Zahlen über die Zusammensetzung der in Österreich operierenden Roten Armee veröffentlicht. In Österreich starben bei den Kämpfen 90.000 Sowjet-Soldaten.
Etwa 55.000 konnten namentlich identifiziert werden, davon waren 11.067 Ukrainerinnen und Ukrainer, was einem Anteil von 21 Prozent entspricht. Gemessen am ukrainischen Anteil an der sowjetischen Gesamtbevölkerung von 16,5 Prozent waren die Ukrainer überproportional stark an der Befreiung Österreichs von der Nazi-Herrschaft beteiligt, berichtet dazu die Kleine Zeitung.
Auch der Botschafter Russlands, Dmitrij Jewgenjewitsch Ljubinskij, wird einen Kranz beim Ehrenmal am Schwarzenbergplatz ablegen.
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