Während Österreichs Bürger unter der Last von Inflation und Rekordschulden ächzen, flossen im Finanzministerium unter Magnus Brunner (ÖVP) großzügige Bonuszahlungen. Wie aus einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Harald Schuh hervorgeht, wurden allein im Jahr 2024 satte 128.444 Euro an 14 Personen verteilt. Das entspricht durchschnittlich über 9.000 Euro pro Kopf – ein Betrag, der bei vielen für Kopfschütteln sorgt.
Budgetdefizit und Boni: Ein Widerspruch?
Das Jahr 2024 war finanziell alles andere als rosig: Mit einem Budgetdefizit von 4,7 Prozent lag Österreich deutlich über den Maastricht-Kriterien der EU. Dennoch sah das Finanzministerium offenbar keinen Grund, bei den eigenen Prämien zu sparen. Besonders pikant: Die fünf höchsten Einzelboni lagen allesamt über 9.000 Euro. „Ein Schlag ins Gesicht jedes Österreichers“, kommentierte Schuh gegenüber oe24.at.
Wer profitierte?
Die Bonuszahlungen gingen an den Kabinettschef, vier Stellvertreter, vier Pressesprecher und fünf Sektionsleiter. Auch in den Jahren zuvor wurden großzügige Prämien verteilt: 2023 waren es 104.969 Euro für 12 Personen, 2022 immerhin 73.304 Euro für 10 Personen. Unter Brunners Vorgänger Gernot Blümel (ÖVP) fielen die Summen etwas geringer aus, doch auch hier gab es keine Zurückhaltung.
Kritik aus der Opposition
Harald Schuh sparte nicht mit Kritik: „Während die Bürger unter Steuerdruck leiden, belohnt sich die Ministeriumsspitze selbst.“ Er vermutet, dass politische Günstlinge bevorzugt wurden. Ob Brunners Nachfolger Markus Marterbauer (SPÖ) an dieser Praxis festhält, bleibt unklar. Laut seiner Antwort auf die Anfrage wurden noch keine Entscheidungen über künftige Bonusmodalitäten getroffen.
Quellen: oe24.at
Credits: APA
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