Ein vorläufiger Untersuchungsbericht der US-Grenzschutzbehörde CBP zu den tödlichen Schüssen auf Alex Pretti in Minneapolis bringt die Regierung von US-Präsident Donald Trump in Bedrängnis. Der Bericht, der an Mitglieder des US-Parlaments verschickt wurde, widerspricht zentralen Rechtfertigungen der Regierung für den Einsatz, wie die „New York Times“ berichtet.
Widersprüche im Fall Alex Pretti
Laut dem Bericht, der unter anderem auf Körperkamera-Aufnahmen basiert, gibt es keine Hinweise darauf, dass Pretti nach einer Waffe gegriffen habe – ein Argument, das von Heimatschutzministerin Kristi Noem als Rechtfertigung für die Schüsse angeführt wurde. Videos der Szene, analysiert von der „New York Times“, zeigen, dass Pretti vor den tödlichen Schüssen entwaffnet wurde. Dennoch feuerten die Beamten insgesamt zehn Schüsse ab, sechs davon, als Pretti bereits bewegungslos am Boden lag.
Trump und die Waffenlobby
Trump äußerte sich kritisch zu Prettis Waffenbesitz, obwohl er sich traditionell für das Recht auf freien Waffenbesitz einsetzt. „Er hatte eine Waffe. Das gefällt mir nicht“, sagte Trump laut CNN. Diese Aussagen brachten ihn in Konflikt mit der Waffenlobby, die das Recht auf Waffenbesitz verteidigt. Gleichzeitig stellte sich Trump hinter Ministerin Noem, die wegen des Vorfalls unter Druck steht.
Angriff auf Abgeordnete Ilhan Omar
Während einer Bürgerversammlung in Minneapolis wurde die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar von einem Mann mit einer stinkenden Flüssigkeit bespritzt. Der Vorfall ereignete sich, nachdem Omar den Rücktritt von Ministerin Noem gefordert hatte. Der Angreifer wurde festgenommen. Omar setzte ihre Rede fort und erklärte: „Wir werden standhaft bleiben, egal, was sie uns auch entgegenwerfen mögen“, wie ORF.at berichtet.
Politische Reaktionen
Der Angriff auf Omar wurde parteiübergreifend verurteilt. Der demokratische Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, forderte ein Ende „aufrührerischer und entmenschlichender Aussagen“ von nationalen Führern. Auch republikanische Abgeordnete äußerten sich besorgt. Trump hingegen zeigte wenig Interesse und bezeichnete Omar in einem Interview mit ABC News als „Hochstaplerin“.
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