„Bargeld adé: Diese Bank zieht den Stecker!“

„Bargeld adé: Diese Bank zieht den Stecker!“

Es ist ein Paukenschlag für alle Bargeld-Fans: Die österreichische Oberbank hat in mehreren bayerischen Filialen ihre Geldautomaten und Kassen abgeschafft. Seit Ende August gibt es dort kein Bargeld mehr – und das sorgt für mächtig Wirbel!

Plötzlich ohne Bargeld

Stellen Sie sich vor: Sie stehen vor Ihrer Bank, wollen Geld abheben – und der Automat ist weg! Genau das passierte Kunden der Oberbank in München und Unterschleißheim. Wie die Bild berichtet, wurden die Automaten und Kassen kurzerhand entfernt. Ein Aushang an der Tür informiert: „Kein Bargeld mehr hier!“ Doch viele Kunden erfuhren erst vor Ort von der radikalen Änderung.

„Was soll das? Ich brauche mein Bargeld!“, empört sich ein langjähriger Kunde im Gespräch mit der Abendzeitung München. Besonders ältere Menschen und weniger digital-affine Kunden fühlen sich im Stich gelassen.

Bank verweist auf Supermärkte

Die Oberbank begründet den Schritt mit „verändertem Kundenverhalten“. Immer mehr Menschen würden online oder mit Karte zahlen, heißt es. Wer dennoch Bargeld benötigt, solle sich an Supermarktkassen oder Automaten anderer Banken wenden. Doch das hat seinen Preis: Gebühren und Mindestumsätze beim Einkauf sorgen für Frust.

Öffnungszeiten drastisch gekürzt

Als wäre das nicht genug, hat die Bank auch die Öffnungszeiten reduziert. In Unterschleißheim ist die Filiale nur noch zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden geöffnet. Laut oe24 sollen auch die übrigen elf bayerischen Standorte diesem Modell folgen.

Kritik von Verbraucherschützern

Der Schritt der Oberbank sorgt für heftige Kritik. Verbraucherschützer und Politiker fordern ein „Recht auf analoges Leben“. „Nicht jeder kann oder will digital bezahlen“, so ein Sprecher der Senioren-Union gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Besonders ältere Menschen könnten durch die Abschaffung von Bargeldangeboten ausgegrenzt werden.

Bargeld bleibt beliebt

Trotz des Trends zur Digitalisierung bleibt Bargeld in Europa das beliebteste Zahlungsmittel. Laut einer Studie der Europäischen Zentralbank wurden 2024 mehr als die Hälfte aller Einkäufe bar bezahlt. Viele Menschen schätzen die Kontrolle über ihre Ausgaben und den Schutz ihrer Privatsphäre.

Ein Blick in die Zukunft?

Die Oberbank ist nicht die einzige Bank, die auf Digitalisierung setzt. Doch während andere Institute wie die Stadtsparkasse München neue Automaten installieren, geht die Oberbank einen radikalen Weg. Ob das Schule macht? Die Diskussion um Bargeld und Digitalisierung ist jedenfalls in vollem Gange.

Credits: APA

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