Der Ausflug des Vizekanzlers und Kunst-Ministers zur Biennale in Venedig sorgt bei vielen Österreichern für Kopfschütteln: Während der gesamten Bevölkerung das Sparen befohlen wird, eröffneten Andreas Babler (SPÖ), Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) den 657.000 Euro teuren Österreich-Pavillon in der Lagunenstadt. Die Gastro- und Hotel-Kosten wurden bisher verschwiegen.
Wie teuer das Treffen der SPÖ-Politprominenz in Venedig die Steuerzahler kommt, dürfen diese nicht erfahren: „Genaue Reisekosten? Fehlanzeige! Diese lägen laut Ministerium zum Zeitpunkt der Anfrage noch nicht vor“, kritisiert dazu der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer, der zum Venedig-Auftritt des Vizekanzlers im Frühjahr bereits eine parlamentarische Anfrage eingebracht hat. Besonders frech vom Kunst- und Medienminister: Für den Kurz-Trip nach Venedig mussten zwei Kabinetts-Mitarbeiter mitreisen.
Vermutlich werden auch die beiden anwesenden Wiener Stadtregierungsmitglieder nicht auf eine Begleitung durch Mitarbeiter ihrer Büros verzichtet haben – dann war bei diesem Ausflug schon eine siebenköpfige Politiker-Gruppe zu verköstigen, vermutlich wurde auch nicht wirklich ärmlich in Venedig übernachtet.
Aber auch der Biennale-Beitrag selbst kostete die österreichischen Steuerzahler eine Menge Geld: Schon der Wettbewerb dazu verschlang bereits 18.183,07 Euro – inklusive 763 Euro für Catering bei Jurysitzungen.
40.000 Euro Steuergeld alleine für Pressearbeit bei der Eröffnung
Insgesamt wurden für das Projekt „Agency for Better Living“ – das in einem Pavillon, der einem WC-Anlagen-Container gleicht, stattfand – 657.700 Euro ausgegeben. Finanziert wurde alles aus dem Budget des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.
Davon kostete allein die Betreuung vor Ort 125.000 Euro, 109.500 Euro ein Rahmenprogramm und ein Fest, sowie 40.000 Euro die Pressearbeit und -konferenz im Rahmen der Eröffnung. Ein schier unfassbarer Betrag: 40.000 Euro alleine für die Pressebetreuung bei einer nur wenige Stunden dauernden Eröffnung?
Wendelin Mölzer (FPÖ): „Das ist keine Förderung von Kunst, das ist pure Geldverschwendung für ein ideologiegetränktes Elitenprojekt.“

Credits: APA, Bundesministerium
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