Babler zieht vor Gericht: SPÖ-Chef klagt Blogger Grosz wegen TV-Eklat

Babler zieht vor Gericht: SPÖ-Chef klagt Blogger Grosz wegen TV-Eklat

Aufregung in der heimischen Innenpolitik! Vizekanzler Andreas Babler zieht die Reißleine und klagt den bekannten Polit-Blogger Gerald Grosz. Der Grund ist ein hitziges TV-Duell, das nun ein handfestes juristisches Nachspiel hat.

„Vulgäre Beschimpfungen“ im Visier

Es geht um die Ehre des SPÖ-Chefs. Wie oe24 berichtet, wehrt sich Babler gegen Aussagen, die während einer Diskussionsrunde zwischen Gerald Grosz und Sebastian Bohrn Mena auf oe24.TV gefallen sind. Die Anwälte des Vizekanzlers sprechen in der Klageschrift eine sehr deutliche Sprache. Ihr Mandant sei durch vulgäre Beschimpfungen in seiner Ehre verletzt worden.

Babler fühlt sich öffentlich verspottet. Er fordert nun zwingend, dass Grosz diese Behauptungen in Zukunft unterlässt. Der SPÖ-Chef stuft die getätigten Aussagen laut den vorliegenden Dokumenten als komplett unwahr und extrem ehrenrührig ein.

Späte Rache nach einem Jahr

Das Kuriose an dem brisanten Fall ist der Zeitpunkt. Die Sätze, die Babler so sehr auf die Palme bringen, sind fast auf den Tag genau ein Jahr alt. Nach rund 365 Tagen Bedenkzeit flatterte dem angriffslustigen Blogger aus der Steiermark nun die Klage ins Haus. Warum der rote Parteichef ein ganzes Jahr abgewartet hat, bleibt vorerst sein Geheimnis. Fest steht aber, dass der Konflikt jetzt auf der offenen Bühne ausgetragen wird.

Grosz feiert Klage als „Oscar“

Wer nun glaubt, Gerald Grosz würde klein beigeben, irrt gewaltig. Der Blogger zeigt sich von den juristischen Schritten aus Wien völlig unbeeindruckt. In einer öffentlichen Reaktion teilt er sogar noch kräftiger aus. Gegenüber oe24 feiert er die Klageschrift voller Sarkasmus als seinen persönlichen „Oscar fürs Lebenswerk“.

Grosz sieht es als Auszeichnung, von einem Politiker geklagt zu werden. Er legt verbal nach und erklärt unmissverständlich, dass Bablers eigene Politik die größte Beleidigung für ihn selbst und für die gesamte Sozialdemokratie darstelle. Wenn der Vizekanzler sein fulminantes politisches Scheitern unbedingt vor einem Gericht ausbreiten wolle, stehe ihm das laut Grosz natürlich völlig frei.

Quelle: oe24
Credits: APA

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