„Babler muss weg“: Führungsdebatten erschüttern SPÖ und ÖVP gleichzeitig

„Babler muss weg“: Führungsdebatten erschüttern SPÖ und ÖVP gleichzeitig

Schlechte Umfragen und näher rückende Landtagswahlen sorgen in beiden großen Regierungsparteien für wachsende Nervosität. Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ ist in SPÖ wie ÖVP derzeit derselbe Satz zu hören: „Babler muss weg.“ Doch auch Kanzler Christian Stocker gerät zunehmend unter Druck.

Angespannte Stimmung vor wichtigen Landtagswahlen

Während Inflation und Arbeitslosigkeit weiter steigen, bleiben ÖVP und SPÖ in den Umfragen unter Druck. Besonders angespannt soll die Lage laut „Krone“ in Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich sein – dort stehen zwischen Herbst 2027 und Frühjahr 2028 Landtagswahlen an, bei denen beiden Parteien deutliche Verluste drohen.

Zweifel an Bablers Führungsstärke

Innerhalb der SPÖ zweifeln Kritiker zunehmend daran, dass Parteichef Andreas Babler die Sozialdemokratie wieder nach oben führen kann. Bemerkenswert dabei: Auch in Teilen der ÖVP wird Babler eine Mitschuld am schlechten Erscheinungsbild der gesamten Regierung zugeschrieben, wie es in dem „Krone“-Bericht heißt.

Zeiler erneut als möglicher Nachfolger im Gespräch

Als möglicher Babler-Nachfolger wird laut der „Krone“ erneut der frühere ORF-Generalintendant und internationale Medienmanager Gerhard Zeiler gehandelt. Der 70-Jährige soll gegenüber Vertrauten seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert haben, die SPÖ zu übernehmen, ist derzeit in den Bundesländern unterwegs und sondiert dort die Stimmung unter führenden Parteifreunden. Eine Kandidatur würde er dem Bericht zufolge aber nur dann antreten, wenn er innerhalb der Partei weitreichende Entscheidungsfreiheit erhält. Ein rascher Wechsel zeichnet sich laut der „Krone“ derzeit dennoch nicht ab.

Wiens Bürgermeister als möglicher Schlüsselspieler

Eine entscheidende Rolle bei einem möglichen Wechsel könnte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig zukommen. Aus seinem Umfeld heißt es gegenüber der „Kronen Zeitung“ bewusst vage: „Wenn es Gespräche geben sollte, würde er nichts sagen, und wenn es keine gibt, kann er nichts sagen.“

Auch Stockers Zukunft wird diskutiert

Nicht nur bei den Sozialdemokraten wird über die Parteiführung debattiert: Auch in der ÖVP steht die Frage im Raum, wie viel Zeit Bundeskanzler und Parteichef Christian Stocker bleibt, um eine Trendwende bei den Umfragen zu erzielen, berichtet die „Krone“ weiter. Entscheidend dafür dürfte vor allem die Stimmung in den ÖVP-Landesorganisationen in Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol sein.

Köstinger als mögliche Stocker-Nachfolgerin im Gespräch

In ÖVP-Kreisen wird laut dem Bericht zudem erneut über die frühere Ministerin und enge Kurz-Vertraute Elisabeth Köstinger gesprochen, die als mögliche Nachfolgerin Stockers ins Spiel gebracht wird. Als mögliche Szenarien werden sowohl ein direkter Wechsel an der Parteispitze als auch vorgezogene Neuwahlen genannt. Die „Krone“ berichtet sogar von einer diskutierten Konstellation, in der Köstinger unter FPÖ-Chef Herbert Kickl Vizekanzlerin werden könnte. Einigkeit über dieses Szenario gebe es innerhalb der ÖVP aber keineswegs.

Zwei Parteien, ein gemeinsames Führungsproblem

Vorerst bleiben sowohl Babler als auch Stocker an der Spitze ihrer jeweiligen Parteien – die parteiinternen Debatten über mögliche Nachfolger sind damit aber in beiden großen Regierungsparteien gleichzeitig eröffnet. Wichtig zur Einordnung bleibt: Die geschilderten Personaldebatten stützen sich auf Berichterstattung der „Kronen Zeitung“ sowie darin zitierte, nicht näher genannte Kreise aus SPÖ und ÖVP – eine offizielle Bestätigung der handelnden Personen liegt nicht vor.

Credits: BKA, Christopher Dunker

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