Autofahren wird teurer: Der NoVA-Schock für Österreich

Autofahren wird teurer: Der NoVA-Schock für Österreich

Österreichs Autofahrer stehen vor einer teuren Überraschung: Die Regierung plant eine drastische Änderung der Normverbrauchsabgabe (NoVA), die nicht nur Händler, sondern auch Privatpersonen hart treffen wird.

Was steckt hinter der neuen Regelung?

Ab dem 1. Juli 2025 wird die Rückerstattung der NoVA für exportierte Fahrzeuge abgeschafft. Das bedeutet: Wer sein Auto ins Ausland verkauft, kann die anteilige Steuer nicht mehr zurückholen. Laut Clemens Vohryzka, Vize-Chef des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Wien, wird Österreich dadurch zu einem „Binnenmarkt für Autos“. Besonders betroffen sind Händler, die auf den Export angewiesen sind, sowie Käufer von Gebrauchtwagen, deren Preise massiv unter Druck geraten könnten.

Luxusautos besonders betroffen

Die Auswirkungen sind enorm: Bei hochpreisigen Fahrzeugen wie Ferraris oder anderen Sportwagen kann der Verlust durch die fehlende Rückerstattung bis zu 300.000 Euro betragen. Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure, warnt: „Das macht uns in Europa nicht mehr konkurrenzfähig.“ Händler, die auf den Export spezialisiert sind, könnten ihre Fahrzeuge künftig nur noch mit Verlust verkaufen.

Leasingkunden im Nachteil

Auch Leasingfirmen sind alarmiert. Während ausländische Anbieter weiterhin von günstigeren Bedingungen profitieren, müssen österreichische Firmen die volle NoVA abführen. Das könnte die Leasingraten in die Höhe treiben und heimische Anbieter ins Hintertreffen bringen.

Experten schlagen Alarm

Maximilian Divischek, Betreiber der Seite nova-rechner.at, spricht von einer „Enteignung der Händler und der Österreicher“. Er kritisiert, dass viele Käufer ihre Autos in der Annahme erworben haben, dass die bisherigen NoVA-Regelungen Bestand haben. Zudem sieht er die neue Regelung als EU-rechtswidrig, da sie den freien Warenverkehr behindere.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Abschaffung der Rückerstattung könnte den österreichischen Automarkt nachhaltig verändern. Händler und Käufer müssen sich auf höhere Preise und geringere Restwerte einstellen. Gleichzeitig droht ein Überangebot an Gebrauchtwagen, das die Preise weiter drückt.

Quellen: oe24.at, WKO, BMF, Volkswagen.at

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