Außenministerin räumt auf – Top-Personalchefin muss nach Blog-Skandal gehen

Außenministerin räumt auf – Top-Personalchefin muss nach Blog-Skandal gehen

Was für ein Paukenschlag im Außenministerium! Nach dem Skandal rund um EU-Botschafter Thomas Oberreiter greift Ministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hart durch – und schickt eine der mächtigsten Frauen des Hauses nach Japan. Sektionschefin Sigrid Berka, verantwortlich für Personal, Kontrolle und Sauberkeit im Ministerium, wird abberufen. Offiziell nennt man das „Rotation“. In Wahrheit aber ist es ein politischer Erdrutsch.

Der Blog-Skandal rund um den österreichischen EU-Botschafter in Brüssel

Der hochrangige Diplomat soll einen sexistischen Blog betrieben, Diensthandys missbraucht und damit ein massives Sicherheitsleck verursacht haben. Pikant: Ausgerechnet Sigrid Berka leitete das Disziplinarverfahren gegen ihn – und am Ende kam der Mann mit einem Verweis davon.

Jetzt kommt der große Kehraus

Die Stelle der Sektionsleitung „Management“ wird auf der Jobbörse der Republik öffentlich ausgeschrieben – ein Posten mit über 13.000 Euro Monatsgehalt und jeder Menge Macht. Noch hält Berka den Titel, doch sie ist schon für Tokio eingeplant. In der Beamtenriege herrscht Alarmstimmung – niemand weiß, wer als Nächster dran ist.

Berka, bestens vernetzt in der ÖVP, war unter fünf ÖVP-Ministern aktiv – sogar unter Sebastian Kurz als Vize-Kabinettschefin. Ihre Rundmails galten als unmissverständlich: Von Pin-up-Postern bis zum „Hinterherpfeifen“ – alles wurde verboten. Doch als ihr Kollege Oberreiter offenbar genau solche Verhaltensregeln brach, blieb es beim sanften Klaps.

Nächster Skandal im Außenministerium: Jetzt gerät auch Bestellung von albanischem Botschafters in Wien endlich unter die Lupe

Kaum ist der „Sado-Maso“-Botschafter-Skandal um Thomas Oberreiter halbwegs verdaut, brennt im Außenministerium schon das nächste politische Feuer. Laut Insidern steht nun auch die dubiose Bestellung des albanischen Botschafters Fate Velaj unter Ex-Minister Alexander Schallenberg auf dem Prüfstand. Immer mehr Infos über Velaj – den umstrittenen Kandidaten – dringen an die Öffentlichkeit.

Das Ministerium selbst – also das BMEIA – soll bereits früh Bedenken gehabt haben. In einer Verbalnote wurde das albanische Außenministerium sogar gebeten, andere Kandidaten zu entsenden. Interner Schriftverkehr zeigt: Man war alles andere als begeistert über Velajs Nominierung.

Jetzt steht fest: Auch innerhalb des BMEIA wird Druck aufgebaut. Beamte haben Meinl-Reisinger laut Insidern darauf hingewiesen, dass es zahlreiche Hinweise und offizielle Schreiben gibt, die eine Prüfung der Bestellung unausweichlich machen.

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