Außenministerin Meinl-Reisinger: Ihre 26.000 Euro teure Opernball-Loge sorgt für Wirbel

Außenministerin Meinl-Reisinger: Ihre 26.000 Euro teure Opernball-Loge sorgt für Wirbel

Am Donnerstagabend wird die Wiener Staatsoper wieder zum Schauplatz des glanzvollen Opernballs. Doch während viele Politiker in diesem Jahr auf eine Teilnahme verzichten, sorgt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) mit ihrer Entscheidung, sich eine eigene Loge zu leisten, für Aufregung. Die Kosten und die politische Botschaft dahinter stehen im Fokus der Diskussionen.

Luxus-Loge in Zeiten der Sparsamkeit

Die Außenministerin empfängt in ihrer Rangloge, die mit 26.000 Euro zu Buche schlägt, hochrangige Staatsgäste: die Außenminister der Philippinen und Albaniens. Hinzu kommen Eintrittskarten für 410 Euro pro Person sowie die Konsumation. Während viele Österreicher angesichts steigender Lebenshaltungskosten den Gürtel enger schnallen müssen, wird die Entscheidung, eine derart teure Loge zu finanzieren, kritisch beäugt. „Wir setzen auf dem Opernball ein politisches Statement“, rechtfertigt das Außenministerium die Ausgaben gegenüber oe24.at.

Politisches Statement oder falsches Signal?

Die Philippinen führen derzeit den Vorsitz der ASEAN-Konferenz, einer bedeutenden asiatischen Staatengemeinschaft, und Albanien gilt als EU-Beitrittskandidat. Die Einladung der beiden Außenminister soll die Bedeutung dieser Beziehungen unterstreichen. Doch Kritiker fragen sich, ob der Opernball der richtige Ort für solche diplomatischen Gesten ist – vor allem, wenn die Kosten aus dem Budget gedeckt werden.

Ehrenlogen nur für die Spitze

Kostenlose Ehrenlogen gibt es in diesem Jahr nur für Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Christian Stocker (ÖVP), da sie das „Ehrenpräsidium“ des Balls bilden. Alle anderen Politiker müssen ihre Logen selbst finanzieren. Kanzler Stocker wird aufgrund eines EU-Termins in Brüssel nicht anwesend sein, während Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) in der Regierungsloge Platz nimmt – allerdings ohne Staatsgast, sondern in Begleitung seines Freundes Max Minichmayr.

Absagen und Kritik

Viele Politiker verzichten heuer auf den Opernball, da die Kosten für eigene Logen aus dem Budget gedeckt werden müssen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und andere prominente Namen haben abgesagt. Die Entscheidung Meinl-Reisingers, dennoch eine eigene Loge zu finanzieren, wird daher von einigen als unpassend empfunden.

Quellen: oe24.at
Credits: APA

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