Ein Satz, der für Gänsehaut sorgt: „Kalifat ist die Lösung“. Genau diese Worte prangten plötzlich auf Plakaten, die in mehreren Wiener Parks entdeckt wurden und für helle Aufregung sorgten. Wie die Krone zuerst berichtete, lösten die Aushänge bei Passanten sofort Assoziationen mit islamistischem Extremismus aus und versetzten viele in Sorge.
Kunstaktion oder Provokation?
Für zahlreiche Spaziergänger war der Anblick ein Schock. Die Sorge vor wachsendem religiösen Fanatismus, wie man ihn von Demonstrationen in Deutschland kennt, schien plötzlich auch in Österreich greifbar zu werden. Doch schnell stellte sich heraus: Hinter der plakativen Forderung steckte keine Terrorzelle, sondern ein Künstler.
Wie exxpress.at berichtet, handelte es sich um eine Kunstaktion, die jedoch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt stattfand und die Nerven der Bevölkerung auf eine harte Probe stellte. Was als künstlerische Provokation gedacht war, wurde für viele zu einem Symbol der Bedrohung.
Polizei schreitet ein und gibt Entwarnung
Die Behörden reagierten prompt auf die beunruhigenden Meldungen. Die Wiener Polizei bestätigte, dass die Plakate umgehend entfernt wurden. Ein Sprecher erklärte gegenüber den Medien: „Es sollte eine Werbung für eine Veranstaltung sein, die jedoch an der beworbenen Örtlichkeit nicht stattgefunden hat.“
Strafrechtliche Konsequenzen muss der Urheber der Aktion vorerst nicht fürchten. Laut Polizei ist der Inhalt der Plakate für sich genommen nicht verboten. Eine Forderung nach einem Kalifat werde erst dann strafrechtlich relevant, wenn sie mit Gewaltaufrufen oder anderen strafbaren Handlungen verbunden sei. Dennoch hat der Vorfall gezeigt, wie dünn das Eis ist, auf dem sich solche Aktionen in Zeiten erhöhter Anspannung bewegen.
Quellen: Krone, Exxpress
Credits: APA
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