Die österreichische Wirtschaft steht unter Druck, und das zeigt sich deutlich am Arbeitsmarkt. Wie das Arbeitsmarktservice (AMS) am Montag bekanntgab, waren Ende Oktober 388.000 Menschen arbeitslos oder in Schulung gemeldet – ein Anstieg von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind Frauen und ältere Arbeitnehmer. Diese Zahlen wurden in einer aktuelle AMS-Aussendung veröffentlicht.
Frauen und Ältere besonders betroffen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während die Arbeitslosigkeit bei Frauen um 6,5 Prozent stieg, verzeichnete die Gruppe der über 50-Jährigen einen Anstieg von 5,9 Prozent. AMS-Vorständin Petra Draxl kommentierte in einer Aussendung die Entwicklung mit klaren Worten: „Ein Ende der Rezession zeichnet sich erst langsam ab, aber die Dynamik entspricht nicht früheren Aufschwüngen.“
31 Monate in Folge: Arbeitslosigkeit steigt unaufhaltsam
Seit April 2023 steigen die Arbeitslosenzahlen Monat für Monat – mittlerweile zum 31. Mal in Folge. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,2 Prozent, was einem Plus von 0,4 Prozentpunkten entspricht. Besonders alarmierend: Die Zahl der offenen Stellen ist um 12,8 Prozent zurückgegangen. Diese Entwicklungen wurden von oe24.at auf Basis der AMS-Daten analysiert.
Inflation und internationale Unsicherheiten belasten
Die hohe Inflation und schlechte internationale Indikatoren verschärfen die Situation zusätzlich. Draxl prognostiziert: „Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in der ersten Jahreshälfte 2026 und erst ab der Jahresmitte einen Rückgang.“ Diese Einschätzung wurde in der AMS-Aussendung veröffentlicht und von oe24.at zitiert.
Ein Blick zurück: Arbeitslosenquote im historischen Vergleich
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass die Arbeitslosenquote in den letzten Jahren stark schwankte. Während sie 2015 und 2020 mit 8,7 Prozent ihren Höchststand erreichte, lag sie 2022 bei einem Tiefstwert von 6,0 Prozent. Doch die aktuellen Zahlen von 7,2 Prozent zeigen, dass die Erholung der letzten Jahre ins Stocken geraten ist. Diese historischen Daten wurden auch von oe24.at auf Basis von AMS-Statistiken veröffentlicht.
Credits: APA
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