Der iranische Außenminister Abbas Araqchi macht eine diplomatische Rundreise: Nach Islamabad und Maskat trifft er am Montag Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau. Die Friedensgespräche mit den USA treten indes auf der Stelle.
Putin empfängt Irans Außenminister
Wie oe24 unter Berufung auf Kremlsprecher Dmitri Peskow berichtete, bestätigte Moskau das Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi. Weitere Details nannte Peskow nicht. Moskau und Teheran gelten als strategische Verbündete – allerdings mit einer klaren Einschränkung: Russland ist laut oe24 nicht bereit, den Iran im laufenden Konflikt mit den USA militärisch zu unterstützen. Was Teheran aus Moskau erhält, ist diplomatische Rückendeckung.
Islamabad, Maskat, Moskau: Araqchi auf Vermittlungstour
Araqchis Reiseplan illustriert die diplomatische Lage plastisch. Am Samstag besuchte er zunächst den Oman, wo er laut t-online bei Sultan Haitham bin Tarik al-Said die Sicherheitslage in der Straße von Hormuz und eine diplomatische Beilegung des Konflikts mit den USA erörterte. Er bezeichnete die US-Militärpräsenz in der Region dabei als Ursache für Instabilität. Am Sonntag reiste er überraschend erneut nach Islamabad – einen Tag, nachdem er die pakistanische Hauptstadt bereits verlassen hatte.
Dort übergab Araqchi dem Vermittlerland Pakistan laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars „schriftliche Nachrichten“ für die US-Regierung. Inhalt: „rote Linien der Islamischen Republik Iran, darunter Atom-Fragen und die Straße von Hormuz.“ Diese Botschaften seien jedoch ausdrücklich nicht Gegenstand von Verhandlungen, betonte Fars.
Keine Verhandlungen in Sicht
Die Hoffnung auf eine neue Gesprächsrunde in Pakistan hat sich vorerst zerschlagen. Wie Euronews berichtete, gibt es kaum Anzeichen dafür, dass die direkten Gespräche zwischen Iran und den USA kurzfristig wieder aufgenommen werden. Teheran hatte die zweite Verhandlungsrunde abgesagt, nachdem Trump die US-Delegation zurückgezogen hatte – er befand das vorgelegte iranische Papier als „zu schlecht“.
Gleichzeitig hält Washington die Seeblockade iranischer Häfen aufrecht, was Teheran als Verstoß gegen den Geist der Waffenruhe wertet. Die Revolutionsgarden bekräftigten auf Telegram ihre Strategie: Die Kontrolle der Straße von Hormuz sei „die endgültige Strategie des islamischen Iran.“
Credits: APA
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