Ist Ihnen die Verbesserung aufgefallen? Vizekanzler Andreas Babler (52) ließ sich vor einem TV-Auftritt in der ORF-Pressestunde von Kommunikations-Experten coachen – das Training kostete die österreichischen Steuerzahler 5760 Euro. Oder 480 „woame Mohlzeiten“, wie sie SPÖ-Chef Babler immer für alle fordert.
Eine konkrete Anfrage der grünen Ex-Ministerin und jetzigen Nationalratsabgeordneten Alma Zadic zu den Berater-Kosten der neuen Regierungsmitglieder lieferte einige interessante Fakten: So ist nun belegt, dass sich der Vizekanzler für seinen Auftritt vor der ORF-Pressestunde das Team der „bettertogether GmbH“ auf Kosten der Steuerzahler gönnte – Andreas Babler vertraute offenbar nicht allein auf seine ohnehin trainierte Rhetorik aus Bürgermeister-Zeiten.
Diese Kommunikations-Experten ließen sich die Lektionen nicht allzu übel bezahlen: 5760 Euro verrechneten sie laut der Tageszeitung Heute dem Vizekanzler-Büro. Dafür müsste ein Normalverdiener schon zwei Monate lang arbeiten – oder ein syrischer Mindestsicherungsempfänger mit neun Kindern zumindest 20 Tage in Wien verbringen.
Auch Sozialministerin Korinna Schumann gab Steuergeld für Berater aus: Sie bezahlte mit unserem Steuergeld ein dreistündiges Medientraining mit 4200 Euro Steuergeld, zwei Pressesprecher durften dabei auch mitmachen. Im ersten Quartal dieses Jahres kosteten die Coachings ihrer Ministeriums-Spitze weitere 13.104 Euro.
Ebenfalls coachen ließ sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: Damit Ihre Rhetorik nun so scharf ist wie ein Schwert durften wir Steuerzahler 6528,50 Euro für den Workshop „Leicht verständlich kommunizieren“ bezahlen.
Alma Zadic (APA-Bild unten) kommentiert diese Ausgaben so: „Die Regierung fordert die Bevölkerung zum Sparen auf, während sie sich selbst einen übergroßen Verwaltungsapparat leistet – das ist zutiefst widersprüchlich.“

Credits: APA
Neueste Kommentare