Wien im Ausnahmezustand! Der 70. Eurovision Song Contest lockt tausende Fans in die Hauptstadt, doch hinter den Kulissen schrillen die Alarmglocken. Die Angst vor massiven Störaktionen wächst rasant. Besonders wenn es um den Auftritt von Israel geht, droht die Situation laut Sicherheitsexperten zu eskalieren.
Karner warnt vor konkreter Gefahr
Innenminister Gerhard Karner redet Klartext. Aktivisten und Extremisten haben den ESC ganz genau im Visier. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) stuft die aktuelle Gefährdungslage als hoch ein. Auch wenn es aktuell keine Hinweise auf einen ganz konkreten Gewaltakt gibt, bereitet sich die Polizei auf das Schlimmste vor. Pro-Palästina-Demonstranten planen bereits große Proteste rund um die Halbfinalshows und das große Finale.
Massive Verstärkung aus ganz Österreich und Bayern
Um die Sicherheit zu garantieren, zieht das Innenministerium alle Register. Für die ESC-Woche hat man zusätzliche Polizeikräfte aus fast allen Bundesländern nach Wien beordert. Doch damit nicht genug: Es rücken sogar Spezialkräfte aus Bayern an, um das Einsatzkommando Cobra zu unterstützen. Der eigens gegründete Einsatzstab „Delta“ umfasst zwölf verschiedene Einheiten. Um das weitläufige Gelände lückenlos zu überwachen, setzt die Wiener Polizei laut dem Nachrichtenportal auch auf Drohnen, Hubschrauber und einen modernen Roboterhund.
Die unheimliche Allianz der Extremisten
Die Bedrohung kommt dabei aus verschiedenen Richtungen. DSN-Direktorin Sylvia Mayer und Staatssekretär Jörg Leichtfried stehen in engem Kontakt mit internationalen Partnerdiensten. Seit Monaten beobachtet der Verfassungsschutz die islamistische Szene extrem genau. Aber auch von einer anderen Seite droht Gefahr: Linksextremisten tun sich zunehmend mit antisemitischen Gruppierungen zusammen. Diese explosive Mischung bereitet den Beamten großes Kopfzerbrechen. Sogar mögliche Cyber-Angriffe auf die gigantische TV-Produktion haben die Sicherheitsbehörden auf dem Radar.
Trotz der enormen Risiken gibt sich der Wiener Polizeivizepräsident Dieter Csefan zuversichtlich. Die Auftaktveranstaltung am Rathausplatz mit rund 6.500 Besuchern verlief friedlich. Die Polizei setzt nun alles daran, dass auch der Rest dieses riesigen Musikfestes ein sicheres Erlebnis für alle Fans bleibt.
Quelle: oe24.at, APA
Credits: APA
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