Einflussreiche Parteikreise sollen bereits an einem Ausstiegsszenario für Parteichef Andreas Babler arbeiten – im Gespräch ist unter anderem der Posten des Arbeiterkammer-Präsidenten, wie oe24 berichtet. Wichtig zur Einordnung vorweg: eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor.
Sonderpräsidium in Mauerbach
Am kommenden Wochenende trifft sich die SPÖ zu einem Sonderpräsidium in Mauerbach in Niederösterreich. Die Stimmung gegenüber Babler soll dabei quer durch die gesamte Partei angespannt sein – mittlerweile sollen sich alle Bundesländer, selbst Wien, sowie weite Teile der Gewerkschaft gegen den Parteichef gestellt haben.
Zeiler als möglicher Nachfolger weiterhin im Gespräch
Als möglicher Nachfolger wird laut dem Bericht erneut der 71-jährige Medienmanager Gerhard Zeiler gehandelt, der als mehrheitsfähig gelte. Die eigentliche Schwierigkeit liege aus Sicht der zitierten SPÖ-Kreise woanders: Wie man Babler überhaupt aus seinem Amt bekommen könnte. Der Parteichef habe sich durch eine eigene Statutenreform de facto „einzementiert“.
Ein „adäquater Job“ als Ausweg
Im Hintergrund sollen mächtige SPÖ-Kreise bereits an einem sogenannten roten Exit-Szenario für Babler arbeiten. „Wir brauchen einen adäquaten Job für ihn, bei dem er gesichtswahrend gehen kann“, zitiert oe24 einen nicht näher genannten SPÖ-Landespolitiker.
Gerücht: Arbeiterkammer als möglicher neuer Posten
Als neuestes Gerücht kursiert in der Wiener Politikszene die Idee, Babler könnte Präsident der Arbeiterkammer werden. Der Posten gilt als prestigeträchtig und mit rund 14.500 Euro monatlich auch finanziell attraktiv, inhaltlich sei er Babler zudem „wie auf den Leib geschneidert“. Die aktuelle AK-Präsidentin Renate Anderl ist zwar formal noch bis 2029 bestellt, wird aber im September 64 Jahre alt und hätte damit bereits das reguläre Pensionsalter erreicht.
Spekulation ohne offizielle Bestätigung
Zusammenfassend handelt es sich bei den geschilderten Überlegungen um Gerüchte und Einschätzungen aus anonymen Parteikreisen. Weder Babler noch die SPÖ-Parteizentrale noch die Arbeiterkammer haben sich dazu öffentlich geäußert. Ob das bevorstehende Sonderpräsidium in Mauerbach tatsächlich zu personellen Weichenstellungen führt, bleibt damit offen.
Credits: Parlamentsdirektion/Katie-Aileen Dempsey
Neueste Kommentare